Zum Hauptinhalt springen

Die Rückkehr der Machtpolitik

Russland und der Nahe Osten fordern das Europa der EU heraus.

Wenn es ein historisches Datum gibt, das die Europäer noch heute frösteln lässt, dann ist es der Beginn des Ersten Weltkriegs. Exakt hundert Jahre später, nach zwei Weltkriegen und einem Kalten Krieg, scheinen die Gespenster einer entfesselten Machtpolitik Europa wieder einzuholen.

Der zentrale Unterschied zu 1914 besteht darin, dass es sich bei den machtpolitischen Konflikten nicht mehr um Konflikte innerhalb Europas handelt. In Europa stehen sich keine bis an die Zähne bewaffneten Armeen mehr gegenüber. Die heutigen Gefahren und Bedrohungen kommen von aussen, aus der regionalen Nachbarschaft: das Russland Putins möchte die Grenzen in Osteuropa mit Gewalt verändern und so seinen erneuten Aufstieg zur Weltmacht absichern. Und der Nahe Osten, dessen Staatengrenzen weitgehend Ergebnis des Ersten Weltkriegs sind, droht in Syrien, im Irak und in Gaza in Chaos und Gewalt zu versinken.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.