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Die permanente Angela

Andere Länder kennen eine Beschränkung der Amtszeit, Deutschland nicht. Aber unbeschränktes Regieren birgt Gefahren.

Die Wähler lieben Kontinuität: Angela Merkel ist seit 2005 Bundeskanzlerin. Foto: Markus Schreiber (Keystone)
Die Wähler lieben Kontinuität: Angela Merkel ist seit 2005 Bundeskanzlerin. Foto: Markus Schreiber (Keystone)

Dieselbe Prozedur wie immer: Angela Merkel, immerhin elf Jahre im Amt, wurde von ihrer Partei erneut zur Kanzlerkandidatin aufgestellt. In Deutschland sind politische Dauerbrenner nichts Ungewöhnliches – im Gegenteil. Helmut Kohl regierte zwischen 1982 und 1998. Damit übertraf er sogar den Gründervater der Bundesrepublik, den mythischen Konrad Adenauer. Der war zwar bereits 73, als er 1949 Kanzler des neuen Staates wurde. Doch Adenauer, der jahrelang auch noch das Amt des Aussenministers mit übernahm, war ein zäher Greis. Er trat erst nach 14 Jahren widerwillig ab. Wollte Angela Merkel – gute Gesundheit und regelmässige Wiederwahl vorausgesetzt – in Adenauers Fussstapfen treten, dann hätte sie noch lange ein Abonnement auf das Amt der Bundeskanzlerin.

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