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Die Helfer brauchen selber Hilfe

Zehntausende Freiwillige engagieren sich in Deutschland für Flüchtlinge. Aber die Bürokratie erschwert ihre Arbeit – und Fremdenhasser attackieren sie immer rabiater.

Die Scheune des Ehepaar Lohmeyer im mecklenburgischen Dorf Jamel steht in Flammen. Foto: Horst Lohmeyer (Keystone)
Die Scheune des Ehepaar Lohmeyer im mecklenburgischen Dorf Jamel steht in Flammen. Foto: Horst Lohmeyer (Keystone)

Jamel ist ein winziger Flecken im hügeligen Nordwesten von Mecklenburg, zur Ostsee ist es nur ein ausgedehnter Spaziergang. Eine Strasse, zehn Häuser, 35 Einwohner. In sieben von zehn Häusern leben Neonazis, regelmässig kommen Dutzende weitere zu Besuch. Jamel ist sozusagen eine nationalsozialistische Mustersiedlung. «National befreite Zone», wie die Rechtsextremen selber sagen. Doch in einem der zehn Häuser, dem sogenannten Forsthaus, wohnt ein Ehepaar, das ihnen Widerstand leistet: Das sind die Lohmeyers. Die Frau mit den leuchtend roten Haaren und der Mann mit den grellbunten Hemden legen sich gegen Rassismus ins Zeug und organisieren einmal im Jahr ein anti-faschistisches Musikfestival namens «Jamel rockt den Förster».

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