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Die Eurobonds sind noch nicht vom Tisch

Der Streit um Eurobonds und die Aufstockung des Euro-Rettungsfonds ist nach dem Treffen von Angela Merkel und Nicolas Sarkozy noch nicht vorbei. Denn die EU schliesst beides langfristig nicht aus.

Arbeitet einen Bericht zur Einführung von Eurobonds aus: EU-Währungskommissar Olli Rehn.
Arbeitet einen Bericht zur Einführung von Eurobonds aus: EU-Währungskommissar Olli Rehn.
AFP

Eurobonds seien ein sehr interessantes und vielversprechendes Mittel hin zu wirtschaftlicher Integration, sagte ein Sprecher in Brüssel. Doch sie seien nicht die Lösung für die derzeitigen Probleme, und es gebe derzeit auch keinen politischen Konsens für eine gemeinsame europäische Staatsanleihe. Er fügte jedoch hinzu, dass EU-Währungskommissar Olli Rehn wie angekündigt einen technischen Bericht zur Einführung von gemeinsamen Euro-Staatsanleihen vorlegen wird.

Alle Optionen offenhalten

Die Aufstockung des Euro-Rettungsfonds EFSF schloss der Sprecher ebenfalls nicht aus. Zum jetzigen Zeitpunkt sei das beim Euro-Sondergipfel am 21. Juli beschlossene Volumen ausreichend, doch die Tür sei offen für weitere Erwägungen. Abschliessend erklärte er, dass einige wichtige Entscheidungen beim Gipfel beschlossen worden seien, dennoch gelte es, sich alle Optionen offenzuhalten.

Merkel hatte beim Treffen gestern im Élysée-Palast gesagt, die derzeitigen Probleme könne man nicht mit einem Paukenschlag lösen. Das Vertrauen müsse Stück für Stück zurückgewonnen werden: «Ich glaube nicht, dass Eurobonds uns dabei helfen», sagte sie.

Ausreichend ausgestattet

Sarkozy erklärte, Eurobonds könnten vielleicht am Ende eines Integrationsprozesses stehen, keinesfalls am Anfang. Der Euro-Rettungsfonds sei ausreichend ausgestattet. «Manche sagen, dass man ihn einfach nur verdoppeln sollte. Ich frage mich, warum man nicht einfach verdreifachen sagt. Eine Verdreifachung würde heissen, dass bei der nächsten Pressekonferenz gefragt wird, warum wir nicht eine Vervierfachung vorgenommen haben.»

(dapd)

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