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Deutschtürken hoffen auf Höchststrafen im NSU-Prozess

Kenan Kolat, Präsident der Türkischen Gemeinde Deutschlands, fordert nebst der Aufarbeitung der NSU-Morde eine neue Rassismus-Debatte. Ausländerfeindlichkeit sei in die Mitte der Gesellschaft zurückgekehrt.

Spricht den Familien der Opfer ihr Mitgefühl aus: Uwe Böhnhardts Mutter Brigitte. (19. November 2013)
Spricht den Familien der Opfer ihr Mitgefühl aus: Uwe Böhnhardts Mutter Brigitte. (19. November 2013)
EPA/Peter Kneffel, Keystone
Schweigt vor Gericht: Die Angeklagte Beate Zschäpe. (19. November 2013)
Schweigt vor Gericht: Die Angeklagte Beate Zschäpe. (19. November 2013)
EPA/Peter Kneffel, Keystone
Höchste Sicherheitsvorkehrungen: Die Polizei sichert das Gerichtsgebäude in München ab. (6. Mai 2013)
Höchste Sicherheitsvorkehrungen: Die Polizei sichert das Gerichtsgebäude in München ab. (6. Mai 2013)
Keystone
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Der Prozess um die Verbrechensserie der rechtsextremen Terrorgruppe NSU ist eines der grössten Strafverfahren der letzten Jahrzehnte in Deutschland. Kenan Kolat, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde Deutschlands (TGD), spricht sogar von einem Jahrhundertprozess mit grosser Signalwirkung im Kampf gegen den Rassismus, der wieder in der Mitte der deutschen Gesellschaft angekommen sei. «Darum reicht es nicht aus, die Beschuldigten zu verurteilen», sagt Kolat im Gespräch mit Redaktion Tamedia. «Wir hoffen, dass es zu Höchststrafen kommt. Und die Höchststrafe ist lebenslänglich.» Vor allem die Hinterbliebenen der Opfer der NSU-Morde erwarteten einen gerechten Prozess mit harten Strafen. Dies wäre nach Ansicht von Kolat auch ein Zeichen an potenzielle Täter aus der rechtsextremen und neonazistischen Szene.

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