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Deutsche Soldatengräber in Frankreich geschändet

Im Alkoholrausch haben mehrere Jugendliche in Frankreich über 70 Gräber deutscher Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg verwüstet.

Die Täter rissen in der Nacht zum Sonntag Holzkreuze und Grabtafeln aus dem Boden und zerbrachen sie. Der Vandalenakt habe keinen antideutschen Charakter gehabt, sagte ein Polizeisprecher am Montag im Ort Laon nahe der belgischen Grenze. Die Täter hätten 72 Grabkreuze sowie eine Stele auf einem jüdischen Grab beschädigt. Die Tat gehe ausschliesslich auf die Trunkenheit der Täter zurück. Zwei junge Männer befänden sich in Polizeigewahrsam. Nach Zeugenaussagen waren insgesamt vier oder fünf Täter beteiligt.

Auf dem Friedhof sind etwa 3500 Menschen bestattet, unter ihnen im Kampf getötete Soldaten sowie Patienten eines deutschen Lazaretts, das bis 1920 in Betrieb war. Der Friedhof war nach dem Kriegsende angelegt worden. Der Ort Laon im Département Aisne war während des Ersten Weltkriegs Sitz eines Armee-Oberkommandos. Ausserdem war dort der Endpunkt der Eisenbahn. Daher gab es in der Stadt zahlreiche Versorgungseinrichtungen.

(SDA)

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