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Der zweite Konvoi steht bereit

Weitere 280 Lastwagen warten in Russland auf ihre Fahrt in die Ostukraine. Zwischen den beiden verfeindeten Ländern hat bereits ein Gefangenenaustausch stattgefunden.

Warten auf das Startsignal: Lastwagen des zweiten Hilfskonvois stehen auf einem Feld beim russischen Donezk in der Region Rostow am Don. (30. August 2014)
Warten auf das Startsignal: Lastwagen des zweiten Hilfskonvois stehen auf einem Feld beim russischen Donezk in der Region Rostow am Don. (30. August 2014)
Keystone
Sollen mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten beladen sein: Die Lastwagen bei Donezk, das den gleichen Namen trägt wie die umkämpfte Industriestadt in der Ostukraine. (30. August 2014)
Sollen mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten beladen sein: Die Lastwagen bei Donezk, das den gleichen Namen trägt wie die umkämpfte Industriestadt in der Ostukraine. (30. August 2014)
Keystone
Die neue Hilfslieferung hatten Kremlchef Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko Medien zufolge bei ihrem Treffen in Minsk vereinbart. (30. August 2014)
Die neue Hilfslieferung hatten Kremlchef Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko Medien zufolge bei ihrem Treffen in Minsk vereinbart. (30. August 2014)
Irina Massalskaza, AFP
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Russland hat erneut rund 280 Lastwagen mit Hilfsgütern für die notleidenden Menschen im Konfliktgebiet Ostukraine gefüllt. Der Konvoi warte in der Region Rostow auf die Einfahrt in das Krisengebiet Donbass, berichtete das russische Staatsfernsehen heute.

Der Konvoi steht im russischen Donetsk, unmittelbar vor der ukrainischen Grenze.

Die Hilfsgüter, darunter Lebensmittel, Trinkwasser und Medikamente, seien mit Zügen angeliefert und dann auf die Lastwagen umgeladen worden, hiess es. Der Zeitpunkt des Grenzübertritts und die Marschroute würden geheim gehalten.

Vereinbarung zwischen Präsidenten

Die neue Hilfslieferung hatten Kremlchef Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko Medien zufolge bei ihrem Treffen am vergangenen Dienstag in Minsk vereinbart.

Zuvor hatte Russland begleitet von internationaler Kritik mit den Lastwagen rund 2000 Tonnen humanitärer Hilfe in die Ostukraine gebracht. Die Ukraine hatte dem Nachbarland daraufhin eine Invasion vorgeworfen, weil die Lastwagen ohne Zustimmung der Behörden die Grenze überquert hatten.

Gefangenenaustausch

Wenige Tage nach der Festnahme von zehn russischen Soldaten hat die Ukraine die Männer wieder in ihre Heimat entlassen. Die Soldaten seien ihrem Kommandostab übergeben worden, teilte der russische Generalmajor Alexej Ragosin am Sonntag mit. «Die Verhandlungen waren nicht sehr einfach», sagte der Kommandant der staatlichen Nachrichtenagentur Itar-Tass zufolge.

Auch Russland habe mehr als 60 ukrainische Soldaten übergeben, die nach Kämpfen im Konfliktgebiet Donbass die Grenze überschritten hatten. Moskau und Kiew hatten den Austausch der Soldaten angekündigt.

Die Ukraine hatte die russischen Gefangenen in den Medien als Beweis dafür präsentiert, dass im Konfliktgebiet Soldaten des Nachbarlandes im Einsatz seien. Dagegen hatte Kremlchef Wladimir Putin betont, die Uniformierten seien durch einen Irrtum über die kaum markierte grüne Grenze im Gebiet Rostow in die Ostukraine gelangt. Die Fallschirmjäger hatten dort angeblich an einer Übung teilgenommen.

Auch ukrainische Soldaten waren in der Vergangenheit bei Kämpfen im Konfliktgebiet über die nicht gesicherte Grenze auf russisches Territorium gelangt. Vor allem aber hatten immer wieder ukrainische Militärangehörige nach den Kämpfen Zuflucht in Russland gesucht und waren dann an ihre Heimat übergeben worden.

(SDA)

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