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«Der Staatsbankrott ist das, was letztlich am wenigsten wehtut»

Nicht nur Griechenland bereitet Kopfschmerzen. Wenn Europa seine Schulden nicht in den Griff bekommt, droht eine Sizilianisierung des Südens, befürchtet der EU-Kenner Dieter Freiburghaus.

Nervöse Indizes: Die Märkte reagieren auf jedes politische Signal äusserst sensibel. Ob ein Austritt Griechenlands die Lage beruhigen würde, ist fraglich. (Chart an der Börse in Athen, 14. Mai 2012)
Nervöse Indizes: Die Märkte reagieren auf jedes politische Signal äusserst sensibel. Ob ein Austritt Griechenlands die Lage beruhigen würde, ist fraglich. (Chart an der Börse in Athen, 14. Mai 2012)
Keystone
Die Chefs der grössten Parteien Griechenlands berieten sich heute im Büro des Präsidenten Papoulias zur Bildung einer Expertenregierung – ohne Ergebnis. (15. Mai 2012)
Die Chefs der grössten Parteien Griechenlands berieten sich heute im Büro des Präsidenten Papoulias zur Bildung einer Expertenregierung – ohne Ergebnis. (15. Mai 2012)
Keystone
Politiker und Medien stellen sich auf nochmalige Neuwahlen im Juni ein – Zeitungsstand in Athen. (14. Mai 2012)
Politiker und Medien stellen sich auf nochmalige Neuwahlen im Juni ein – Zeitungsstand in Athen. (14. Mai 2012)
AFP
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In Frankreich ist François Hollande ins Elysée eingezogen, und Griechenland drohen Neuwahlen. Ist die Sparpolitik gescheitert?

In Griechenland sieht man, dass die Austeritätspolitik, die meiner Meinung nach richtig ist, nicht durchsetzbar ist, wenn das Volk sie nicht will. Wie sich ein möglicher Austritt aus der Währungsunion gepaart mit einem Staatsbankrott auswirken wird, ist sehr schwer abzuschätzen, weil so ein Fall bei der Gründung der Währungsunion schlicht nicht vorgesehen war. Ein Staatsbankrott ist für Griechenland noch nicht einmal so dramatisch. Es kriegt keine Kredite mehr, braucht aber auch nichts mehr zurückzuzahlen. Für Griechenland wäre ein Austritt mit Wiedereinführung der Drachme wahrscheinlich sogar eine gute Lösung.

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