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Der neue Star am deutschen Polithimmel

Mit Schröders Rezepten ist SPD-Mann Olaf Scholz zum Hamburger Bürgermeister gewählt worden. Deutschland-Korrespondent David Nauer erklärt, wie sich die SPD neu erfindet und wie sie von der Guttenberg-Affäre profitieren könnte.

Hamburgs neuer Mann: Bürgermeister Olaf Scholz.
Hamburgs neuer Mann: Bürgermeister Olaf Scholz.
Keystone
Trocken und scharfsinnig: Olaf Scholz während eines Wahlkampfauftrittes. Hinter ihm stehen Frank-Walter Steinmeier, Fraktionsvorsitzender der SPD im Deutschen Bundestag, Hannelore Kraft (SPD), Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen und Sigmar Gabriel, SPD-Bundesvorsitzender (von links).
Trocken und scharfsinnig: Olaf Scholz während eines Wahlkampfauftrittes. Hinter ihm stehen Frank-Walter Steinmeier, Fraktionsvorsitzender der SPD im Deutschen Bundestag, Hannelore Kraft (SPD), Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen und Sigmar Gabriel, SPD-Bundesvorsitzender (von links).
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Der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel möchte das Erbe Schröders vergessen machen.
Der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel möchte das Erbe Schröders vergessen machen.
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Mit Olaf Scholz hat ein SPD-Mann in Hamburg triumphiert, der mit dem Politikstil von Parteichef Sigmar Gabriel wenig gemein hat. Wo liegen die Unterschiede zwischen den beiden? Die liegen zum einen in der persönlichen Natur: Sigmar Gabriel ist rundlich und lebenslustig, ein emotionaler Politiker, der gerne übertreibt und über die Stränge schlägt. Olaf Scholz hingegen ist ein hagerer, kontrollierter und scharfsinniger Politiker, der bisweilen einen arroganten Eindruck hinterlässt. Hinzu kommt, dass Scholz ein Vertreter der Schröder-SPD ist. Er hatte dessen Sozialreformen, die Agenda 2010, sehr scharf verteidigt und fiel dadurch bei vielen Genossen in Ungnade. Gabriel versucht derweil, das Erbe Schröders vergessen zu machen, wenn nicht über Bord zu werfen.

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