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Der lukrative Handel mit der Steuer-CD

Erneut haben die deutschen Finanzbehörden eine Steuer-CD mit Angaben zu deutschen Kunden angeboten bekommen. Dieses Mal ist eine Bank aus Liechtenstein betroffen.

Der Handel von CDs mit sensiblen Inhalten entwickelt sich zunehmend zu einem lukrativen Geschäftszweig.
Der Handel von CDs mit sensiblen Inhalten entwickelt sich zunehmend zu einem lukrativen Geschäftszweig.
Keystone

Den deutschen Finanzbehörden ist nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» erneut eine Steuer-CD mit Angaben über deutsche Kunden einer Liechtensteiner Bank angeboten worden. Wie das Blatt in seiner Donnerstagsausgabe berichtet, soll sie Daten von hunderten mutmasslichen Steuerhinterziehern enthalten, die bei der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) insgesamt eine halbe Milliarde Euro vor dem Fiskus versteckt haben.

Die Datensammlung aus dem zweitgrössten Liechtensteinischen Geldhaus soll demnach aus jüngerer Zeit stammen und der schleswig-holsteinischen Finanzverwaltung bereits vor Monaten angeboten worden sein.

Zusage zum Kauf steht noch aus

Dem Bericht zufolge will Kiel die CD nach einer Stichproben-Analyse womöglich kaufen. Dies sei bereits mit dem Bundesfinanzministerium besprochen worden. Die endgültige Zusage zum Kauf stehe noch aus. Wer die neue CD den Kielern zur Verfügung gestellt hat, ist nicht bekannt.

Der Handel mit Datenträgern entwickelt sich laut SZ immer mehr zu einem Geschäftszweig. Derzeit beschäftigen sich deutsche Behörden mit mindestens sieben solcher Quellen; Schwerpunkt ist Nordrhein-Westfalen.

Selbstanzeigen nehmen zu

Aus Angst vor solchen Datenträgern schnellte dem Bericht zufolge seit Februar die Zahl der Selbstanzeigen in Rekordhöhe und liegt jetzt bundesweit bei mehr als 20'000. Experten schätzen, dass dadurch zusätzlich mehr als eine Milliarde Euro in die Staatskassen fliessen.

AFP/jak

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