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«Der griechische Staat läuft bereits im roten Bereich»

Erstmals seit 102 Jahren werden in Griechenland Beamte entlassen – obschon es die Verfassung verbietet. Während die Geldgeber einen weiteren Abbau fordern, warnt ein Kenner vor einer «humanitären Krise».

2200 Hausmeister an Schulen verloren mit dem gestern beschlossenen Sparpaket ihre Stelle: Ein Hausmeister (l.) reagiert vor dem Parlament in Athen auf den Entscheid. (17. Juli 2013)
2200 Hausmeister an Schulen verloren mit dem gestern beschlossenen Sparpaket ihre Stelle: Ein Hausmeister (l.) reagiert vor dem Parlament in Athen auf den Entscheid. (17. Juli 2013)
Kostas Tsironis, Keystone
Die Hausmeister werden ganz abgeschafft. So kann die Regierung das verfassungsmässige Verbot der Entlassung von Beamten umgehen.
Die Hausmeister werden ganz abgeschafft. So kann die Regierung das verfassungsmässige Verbot der Entlassung von Beamten umgehen.
Kostas Tsironis, Keystone
Die Regierung verbot Demonstrationen im Zentrum und verstärkte die Sicherheitsmassnahmen für Schäubles Besuch: Gesperrte Strasse in Athen. (18. Juli 2013)
Die Regierung verbot Demonstrationen im Zentrum und verstärkte die Sicherheitsmassnahmen für Schäubles Besuch: Gesperrte Strasse in Athen. (18. Juli 2013)
AFP
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Die griechische Verfassung verbietet die Entlassung von Staatsbediensteten. Dennoch hat das Parlament in Athen gestern Abend mit der Verabschiedung weiterer Sparschritte den Weg zur Entlassung von 15'000 Beamten geebnet. Möglich machte es ein juristischer Trick: Wird eine Institution ganz aufgelöst, erlischt auch die staatliche Verpflichtung zur Weiterbeschäftigung der Mitarbeiter.

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