Demo-Teilnahme in Paris hat Folgen für Juso-Politiker

Das 23-jährige Juso-Mitglied Alain Roth wurde in Paris von einer Tränengas-Granate schwer verletzt. Nun will die SP Langenthal seinen Namen von der Kandidatenliste streichen.

Die Bilder vom Schweizer Demonstranten, der am 17. Juni in Paris mutmasslich von einer Tränengas-Granate getroffen wurde, gingen um die Welt. Beim jungen Mann handelt es sich um Juso-Kandidat Alain Roth. Die vermummte Teilnahme an der Demonstration hat nun Folgen: Die SP Langenthal will seinen Namen von der Kandidatenliste streichen.

Sie habe Roth telefonisch aufgefordert, auf seine Kandidatur zu verzichten, teilte die Langenthaler SP am Sonntag mit. Sollte Roth dies nicht tun, werde der Parteivorstand nach Rücksprache mit der Juso Oberaargau, deren Präsident Roth ist, ein SP-Mitglied bis spätestens Mittwoch nachnominieren.

Mit anderen Worten ist Roth nicht mehr Gemeinderatskandidat, wie der Langenthaler SP-Präsident Stefan Ryser auf Anfrage diese Passage im Communiqué erläuterte. Roth werde auch nicht mehr als Stadtratskandidat zugelassen. Für die Langenthaler SP ist nicht akzeptabel, dass Roth mutmasslich vermummt an der Kundgebung teilnahm.

Der einzige Juso-Kandidat

Roth wurde zum Verhängnis, dass er laut einem Bericht des Onlineportals 20minuten.ch am 17. Juni in Paris bei einer Kundgebung verletzt wurde. Eine Tränengasgranate soll bei ihm zwischen Rucksack und Nacken stecken geblieben und dann explodiert sein.

Die SP Langenthal hat mit Roth sprechen können. Laut Präsident Ryser, der das Telefongespräch nicht selber führte, ist Roth ansprechbar und auf dem Weg der Besserung. Er ist oder war der einzige Juso-Kandidat auf der SP-Gemeinderatsliste. Langenthals Wahlen finden in diesem Herbst statt.

pat/sda

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