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Das politische Chamäleon

Angeschlagen von der Wirtschaftskrise wählt das einstige EU-Musterland Slowenien ein neues Parlament. Der Frust über die politische Elite ist gross, Newcomer Milo Cerar könnte davon profitieren.

Möchte den Slowenen «die Würde zurückgeben»: Miro Cerar. Foto: Jure Makovec (AFP)
Möchte den Slowenen «die Würde zurückgeben»: Miro Cerar. Foto: Jure Makovec (AFP)

Wenigstens im Lottospiel haben die Slowenen Glück. In den vergangenen Monaten ist es gleich zwei Tippern aus der Alpenrepublik gelungen, den Eurojackpot zu knacken. Gewonnen haben die beiden fast 50 Millionen Euro, sie dürften in Zukunft ein finanziell sorgenloses Leben führen.

Keine glückliche Hand haben die Bürger des EU-Staates dagegen bei der Bestimmung der politischen Führung: In den letzten vier Jahren sind in Slowenien drei Regierungen zurückgetreten. Zuletzt gab Premierministerin Alenka Bratusek ihr Amt auf, nachdem sie von der eigenen Partei Positives Slowenien (PS) entmachtet worden war. An diesem Wochenende finden vorgezogene Parlamentswahlen statt, und viele Bürger wissen noch nicht, wo sie das Kreuzchen machen sollen. Der Frust über die politische Elite des Landes ist gross. Korruptionsaffären, Parteiengezänk und ideologische Grabenkämpfe lähmen die Gesellschaft.

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