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«Das ganze Gerede um Demokratie ist doch die reinste Heuchelei»

Peter Scholl-Latour erklärte seinem deutschsprachigen Publikum die Welt. Aus Anlass seines Todes publizieren wir ein Interview noch einmal, das er Redaktion Tamedia Ende 2007 gab.

Am 15. August 2014 ist er seiner schweren Krankheit erlegen: Peter Scholl-Latour, hier im Hotel Adlon in Berlin bei der Präsentation seines Buches «Zwischen den Fronten – Erlebte Weltgeschichte». (30. Oktober 2007)
Am 15. August 2014 ist er seiner schweren Krankheit erlegen: Peter Scholl-Latour, hier im Hotel Adlon in Berlin bei der Präsentation seines Buches «Zwischen den Fronten – Erlebte Weltgeschichte». (30. Oktober 2007)
Miguel Villagran, Keystone
Er schrieb zahlreiche Bücher, vor allem zum Nahen Osten: Scholl-Latour in seinem Hotelzimmer in Bagdad. (26. Februar 2003)
Er schrieb zahlreiche Bücher, vor allem zum Nahen Osten: Scholl-Latour in seinem Hotelzimmer in Bagdad. (26. Februar 2003)
Karim Sahib, Keystone
Hier bei der Vorstellung des neuen Informationsregiments 1 in Aarau (v.l.): Dino Bornatico, Direktor FERN (Free Election Radio Network) Sarajevo, Peter Forster Kdt Info RGT 1 und Chefredaktor der Thurgauer Zeitung, Col. Robert Schönhaus in Sarajewo/7th POG und Peter Scholl-Latour. (10. Januar 1997)
Hier bei der Vorstellung des neuen Informationsregiments 1 in Aarau (v.l.): Dino Bornatico, Direktor FERN (Free Election Radio Network) Sarajevo, Peter Forster Kdt Info RGT 1 und Chefredaktor der Thurgauer Zeitung, Col. Robert Schönhaus in Sarajewo/7th POG und Peter Scholl-Latour. (10. Januar 1997)
Christoph Ruckstuhl, Keystone
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Herr Scholl-Latour, ist Ihnen langweilig, wenn Sie in der Schweiz sind?

Nein, gar nicht. Ich bin gerne in einem Land, das so in sich ruht wie die Schweiz. Ich bin ja hier während des Zweiten Weltkriegs zur Schule gegangen, fünf Jahre in Saint-Michel (dem Jesuitenkolleg im Kanton Freiburg, die Red.). Aber die Schweiz ist natürlich kein Berichterstattungsgebiet. Der Blocher mag hier die Gemüter erregen, aber er ist kein Weltphänomen (lacht).

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