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Zwischen Touristen und Separatisten

1,7 Millionen Einwohner und 17 Millionen Touristen: Warum die katalanische Unabhängigkeit in Barcelona zur Nebensache gerät.

Nach der Razzia kam es zu Demonstrationen in Barcelona. (Video: Tamedia/AFP)

Sie sind überall: am Strand, in den Gassen, auf den Ramblas sowieso. Man findet sie aber auch im Einwandererviertel Raval. Sie mischen sich unter die fahnenschwingenden katalanischen Independentisten, und nachts, da schlafen sie in renovierten Altstadtwohnungen. Seit kurzem haben die Touristen sogar den Turó de la Rovira entdeckt, einen Hügel mit phänomenalem Blick über Barcelona, der nur nach längerer Busfahrt zu erreichen ist, aber hey: Ist das nicht authentisch, eingezwängt zwischen all den alten Leuten, maghrebinischen Maurern und Schulkindern? Dass da am Weg «Tourists Go Home» gesprüht steht, übersehen die Gäste. Den Anwohner allerdings, der jetzt schwitzend den Pfad zum Gipfel hinaufkeucht, kann man nicht überhören: «Ein Pack ist das», schreit er, «du weisst nicht, was gestern Nacht hier los war!»

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