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«Ich nenne sie nicht Monster, denn das würden sie lieben»

US-Präsident Donald Trump reagiert auf den Anschlag in Manchester mit markigen Worten. Auch Doris Leuthard und die Präsidenten von National- und Ständerat äusserten sich.

Trumps Reaktion auf den Anschlag in Manchester. Video: Tamedia/AFP

US-Präsident Donald Trump äusserte sich an einer Medienkonferenz in Bethlehem, wo er Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas traf. Er bete für die Menschen in Manchester, sagte Trump. «So viele junge, unschuldige und schöne Menschen wurden getötet von bösartigen Verlierern» (evil losers in life). «Ich nenne sie nicht Monster, denn sie würden diesen Begriff lieben», erklärte Trump. «Ich werde sie von nun an ‹Verlierer› nennen, denn das sind sie: Verlierer.»

Trump unterstrich die in Saudiarabien gestartete Initiative im Kampf gegen Terrorismus, wo zahlreiche Vertreter arabischer Staaten versprochen hatten, gegen potentielle Attentäter und ihre Ideologie vorzugehen. «Frieden kann nie erreicht werden in einer Umgebung, in der Gewalt toleriert, finanziert und gar belohnt wird» , sagte der US-Präsident.

Abbas bedauert unschuldige Opfer

Frieden müsse jeden Tag errungen werden, fuhr Trump fort. «Und die USA sind hier, um zu helfen, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen für jüdische, muslimische und christliche Kinder in der ganzen Region». Trump sagte, er wolle alles tun, um Israelis und Palästinenser zu helfen, einen Frieden zu erreichen. Er hoffe, dieser Friede werde die ganze Region umfassen.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas bezeichnete die Attacke in Manchester als «schrecklichen Terroranschlag». Er bedaure, dass es Dutzende unschuldiger Opfer gegeben habe, sagte er bei der gemeinsamen Medienkonferenz mit US-Präsident Trump in Bethlehem.

May hält Krisensitzung ab

Die britische Premierministerin Theresa May reagierte «Wir sind daran, alle Einzelheiten dessen, was von der Polizei als entsetzlicher Terroranschlag behandelt wird, herauszuarbeiten. All unsere Gedanken sind bei den Opfern und den Familien von allen, die betroffen sind», sagte die britische Premierministerin Theresa May in einer ersten Reaktion am Morgen nach dem verheerenden Anschlag nach einem Konzert der Popmusikerin Ariana Grande in Manchester.

Die britische Premierministerin wird am Dienstag eine Krisensitzung der Regierung abhalten. May hat ihre Kampagnentermine am Dienstag abgesagt. Auch der Chef der Liberaldemokraten, Tim Farron, sagte einen Auftritt in Gibraltar nach dem Vorfall ab. Am 8. Juni wählt das Land ein neues Parlament.

Bilder – Explosion an Konzert in Manchester:

Das Konzert findet auf dem Cricketgelände von Old Trafford statt: Die Vorbereitungen sind im Gange. (1. Juni 2017)
Das Konzert findet auf dem Cricketgelände von Old Trafford statt: Die Vorbereitungen sind im Gange. (1. Juni 2017)
Danny Lawson, Keystone
Drei Verdächtige sind wieder frei: Bewaffnete Spezialeinheit der britischen Polizei an einem Bahnhof in London. (25. Mai 2017)
Drei Verdächtige sind wieder frei: Bewaffnete Spezialeinheit der britischen Polizei an einem Bahnhof in London. (25. Mai 2017)
Yui Mok, Keystone
Die Polizei meldete zunächst einen «schwerwiegenden Vorfall» an einem Konzert von Ariana Grande. (Archivbild)
Die Polizei meldete zunächst einen «schwerwiegenden Vorfall» an einem Konzert von Ariana Grande. (Archivbild)
Chris Pizzello, Keystone
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Leuthard: «Einmal mehr» ein Konzert

Auch Bundespräsidentin Doris Leuthard hat den «furchtbaren Anschlag» in Manchester verurteilt. «Die Tatsache, dass das Anschlagsziel einmal mehr Leute sind, die auswärts ein Konzert geniessen wollen, ist entsetzlich», schrieb sie auf Twitter. Sie sei mit den Gedanken bei allen Betroffenen und empfinde tief empfundenes Beileid mit den Familien der Opfer.

Auch Nationalratspräsident Jürg Stahl und Ständeratspräsident Ivo Bischofberger twitterten gemeinsam, sie seien mit ihren Gedanken bei den Opfern und Angehörigen.

Merkel: «Es ist unbegreiflich»

Nach dem Anschlag in Manchester laufen aus aller Welt Bekundungen des Mitgefühls nach Grossbritannien ein. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich entsetzt über den Anschlag. «Es ist unbegreiflich, dass jemand ein fröhliches Popkonzert ausnutzt, um so vielen Menschen den Tod zu bringen oder ihnen schwere Verletzungen zuzufügen», erklärt sie in Berlin.

Der mutmassliche terroristische Anschlag werde nur die Entschlossenheit stärken, «weiter gemeinsam mit unseren britischen Freunden gegen diejenigen vorzugehen, die solche menschenverachtenden Taten planen und ausführen».

Macron will mit May telefonieren

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat «mit Entsetzen und Bestürzung» auf den Bombenanschlag in Manchester reagiert. «Er spricht dem britischen Volk das volle Mitgefühl und die Fürsorge Frankreichs aus, das in der Trauer an seiner Seite steht, mit einem besonderen Gedanken für die Opfer und ihre Familien», teilte der Élyséepalast in Paris mit. Macron werde später mit der britischen Premierministerin Theresa May telefonieren.

Der französische Premierminister Edouard Philippe zog eine Parallele zu den Anschlägen der Pariser Terrornacht vom 13. November 2015, als der Konzertsaal «Bataclan» ins Visier genommen wurde.

«Kanadier sind durch die Nachricht geschockt»

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker liess verlautbaren: «Heute trauern wir mit euch. Morgen werden wir an eurer Seite daran arbeiten, gemeinsam mit euch jene zu bekämpfen, die unsere Art zu leben zerstören wollen.» Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sicherte Grossbritannien zu, das Bündnis stehe «im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite des Vereinigten Königreichs».

Auch Kanadas Premierminister Justin Trudeau reagierte. «Kanadier sind durch die Nachricht des schrecklichen Angriffs heute Abend in Manchester geschockt», schrieb Trudeau am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter. «Bitte nehmt die Opfer & ihre Familien in eure Gedanken auf.»

(sda/afp/dpad)

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