Britische Steueroasen stimmen Informationsaustausch zu

Nach den Cayman Islands haben auch die Bermudas und fünf weitere britische Überseegebiete nachgegeben: Sie liefern vorerst fünf EU-Staaten Daten. Finanzminister Osborne feiert dies als grossen Durchbruch.

«Ein bedeutender Schritt»: Grossbritanniens Finanzminister George Osborne.

«Ein bedeutender Schritt»: Grossbritanniens Finanzminister George Osborne.

(Bild: AP)

Es sei «ein Wendepunkt im Kampf gegen Steuerflucht und illegale Finanzgeschäfte», liess die britische Regierung verlauten. Nach den Cayman Islands haben laut Grossbritanniens Finanzministerium nun auch die britischen Überseegebiete Anguilla, die Bermudas, die Britischen Jungferninseln, Montserrat und die Turks- und Caicos-Inseln einem automatischen Informationsaustausch zugestimmt.

Der britische Finanzminister George Osborne sagte gemäss «Financial Times»:« Dies ist ein bedeutender Schritt im Kampf gegen illegale Finanzaktivitäten und setzt einen globalen Standard im Kampf gegen die Steuerflucht.»

Nicht für alle Länder

Der automatische Informationsaustausch gilt allerdings vorerst nicht für alle Länder. Die Überseegebiete haben nur Datenlieferungen an Grossbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien zugestimmt.

Auch nicht alle britischen Steuerparadiese sind bisher dabei: Die Kanalinseln Guernsey und Jersey haben laut «Financial Times» bisher nur einem Informationsaustausch mit Grossbritannien zugestimmt. Guernsey soll nun aber gemäss dem Finanzministerium «Interesse» bekundet haben. Mitmachen will hingegen die Isle of Man.

mw/sda

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