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Boss auf dem falschen Parkett

Frankreichs mächtigster Gewerkschaftsführer Thierry Lepaon fällt mit hedonistischen Managerallüren auf.

Liess seine Dienstwohnung auf Kosten der Gewerkschaft renovieren: Nun steht Thierry Lepaon, General­sekretär des grossen und linken französischen Gewerkschaftsbunds Confédération Générale du Travail, in der Kritik. Foto: Wikipedia
Liess seine Dienstwohnung auf Kosten der Gewerkschaft renovieren: Nun steht Thierry Lepaon, General­sekretär des grossen und linken französischen Gewerkschaftsbunds Confédération Générale du Travail, in der Kritik. Foto: Wikipedia

Man soll ja auch als Chefkritiker von Kapital und Patronat, von Managern und Abzockern nicht darben müssen. Das verlangt niemand. Aber ein ­bisschen Zurückhaltung drängt sich eben schon auf, und sei es nur des Images wegen. Thierry Lepaon (54), General­sekretär des grossen und linken französischen Gewerkschaftsbunds Confédération Générale du Travail, kurz «la CGT», gegründet 1895, hat gerade ein beträchtliches Problem mit seinem Image. In kurzer Zeit sind einige Geschichten publik geworden, die den öffentlichen Moraldiskurs des gebürtigen Normand kräftig sabotieren. Man könnte von Selbstsabotage sprechen, die wohl schon sehr bald in Lepaons Demontage enden wird.

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