Boris Johnson muss auf Weg nach Brüssel notlanden

Fehlstart für den britischen Aussenminister Boris Johnson: Das Flugzeug, mit dem der Brexit-Befürworter zur EU-Zentrale fliegen wollte, hatte kurz nach dem Start eine Panne.

Pechvogel: Boris Johnson trifft im britischen Aussenministerium in London ein.

Pechvogel: Boris Johnson trifft im britischen Aussenministerium in London ein. Bild: Dan Kitwood/ Getty Images/AFP

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Der Weg ins neue Amt bleibt für den britischen Aussenminister Boris Johnson holprig: Das Flugzeug, mit dem der Brexit-Befürworter am Sonntag nach Brüssel fliegen wollte, musste kurz nach dem Start auf dem Londoner Flughafen Luton notlanden, wie ein Sprecher des Aussenministeriums mitteilte. Nach einer kurzen Verzögerung habe Johnson seine Reise in einer anderen Maschine fortgesetzt.

Laut der Zeitung «The Guardian» hatte die Maschine des Aussenministers ein Problem mit der Hydraulik, bei der Notlandung sei die Feuerwehr vorgefahren.

Vor dem Abflug hatte Johnson über Twitter noch seine Freude über das Treffen mit seinen Amtskollegen mitgeteilt.

Laut der BBC mussten mehrere Linienflüge warten, weil die Piste nach der Notlandung gesperrt war.

Auf den sozialen Medien ergoss sich sogleich ein Schwall der Häme über die Panne mit Symbolkraft. Johnson sei der britische Aussenminister, der es nicht schafft, das Land zu verlassen, twittert etwa DTN UK.

EU-Minister sagen Abendessen mit Johnson ab

Die Ernennung Johnsons durch die neue britische Premierministerin Theresa May war in einigen europäischen Hauptstädten scharf kritisiert worden. Der frühere Londoner Bürgermeister war eine der Galionsfiguren der Brexit-Bewegung, die sich bei dem Referendum Ende Juni durchsetzte.

EU-Chefdiplomatin Federica Mogherini wollte am Sonntagabend erstmals Gespräche mit Johnson führen. Ein ursprünglich für Sonntagabend geplantes Abendessen der 28 EU-Aussenminister zu den Folgen des britischen Austritts für die Aussen- und Sicherheitspolitik war abgesagt worden. Diplomaten zufolge waren mehrere EU-Länder gegen ein solches Treffen, weil es als Aufnahme «informeller Verhandlungen» mit Grossbritannien verstanden werden könnte. EU-Linie ist es, erst nach der offiziellen Austrittserklärung Londons über die Modalitäten des Ausstiegs aus der Union zu sprechen. (rub/AFP)

Erstellt: 17.07.2016, 23:36 Uhr

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