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«Bitte kommt zurück, die Kinder sind noch so klein»

Ihre Frauen sind mit den Kindern auf dem Weg zur Terror-Miliz IS. Die Väter wenden sich mit einem dramatischen Appell an ihre abgetauchten Ehefrauen.

Aktar I. bricht während der Pressekonferenz immer wieder in Tränen aus. Er vermisst fünf Kinder, der jüngste Sohn ist erst 3 Jahre alt.
Aktar I. bricht während der Pressekonferenz immer wieder in Tränen aus. Er vermisst fünf Kinder, der jüngste Sohn ist erst 3 Jahre alt.
Paul Ellis, AFP
Auch Mohammed S. ist verzweifelt. Seine beiden Kinder sind 5 und 7 Jahre alt.
Auch Mohammed S. ist verzweifelt. Seine beiden Kinder sind 5 und 7 Jahre alt.
Paul Ellis, AFP
Laut Anwalt Balaal Khan sind die beiden Frauen nach einer Pilgerreise ins saudiarabische Medina nicht zurückgekehrt.
Laut Anwalt Balaal Khan sind die beiden Frauen nach einer Pilgerreise ins saudiarabische Medina nicht zurückgekehrt.
Paul Ellis, AFP
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An einer emotionalen Pressekonferenz traten zwei Väter der entführten Kinder vor die Medien. Unter Tränen flehen die Briten ihre Ehefrauen an, sich zu melden. Es wird befürchtet, die drei Schwestern und ihre neun Kinder könnten sich in Syrien Jihadisten angeschlossen haben.

«Bitte melde dich, ich bin dir nicht böse», wendet sich Mohammad S. an seine Frau. Weinend fleht er: «Die Kinder sind noch so klein – 5 und 7 Jahre alt. Ich liebe sie und ich liebe dich.»

Die beiden Ehemänner sind fassungslos. Immer wieder brechen sie in Tränen aus und ringen nach Worten. Aktar I. fleht: «Bitte komm zurück und lass uns ein normales Leben leben.» Zusammen mit seiner Frau hat er fünf Kinder, der jüngste Sohn ist erst 3 Jahre alt.

Der verzweifelte Appell an die Ehefrauen: die britische Zeitung« The Guardian» filmte die Pressekonferenz.

Die aus dem nordenglischen Bradford stammenden Schwestern seien nicht wie geplant am Donnerstag von einer Pilgerreise ins saudiarabische Medina zurückgekehrt, sagte der Anwalt der Angehörigen, Balaal Khan. Ihre Kinder im Alter zwischen drei und 15 Jahren hatten sie dabei.

Die Väter der Kinder seien «verzweifelt, sie fühlen sich hilflos und wissen nicht, was sie tun sollen», sagt Anwalt Khan. «Sie sind besorgt, dass das Leben ihrer Kinder in Gefahr ist.»

Die britische Polizei leitete Ermittlungen ein. Ein Sprecher des britischen Aussenministeriums erklärte, das Aussenamt stehe im Kontakt mit den Ermittlern und den türkischen Behörden. Im April hatten die türkischen Behörden eine britische Familie festgenommen, die sich in Syrien dem IS anschliessen wollte.

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