Zum Hauptinhalt springen

Puigdemont soll an Spanien ausgeliefert werden

Seit seiner Absetzung hält sich der katalanische Ex-Präsident in Brüssel auf. Nun fordert die belgische Staatsanwaltschaft seine Auslieferung.

Die belgische Staatsanwaltschaft fordert seine Auslieferung an Spanien: Carles Puigdemont bei einer Rede in Brüssel. (7. November 2017)
Die belgische Staatsanwaltschaft fordert seine Auslieferung an Spanien: Carles Puigdemont bei einer Rede in Brüssel. (7. November 2017)
Stéphanie Lecocq/EPA
Appelliert an die katalanischen Unternehmen: Spaniens Premierminister Mariano Rajoy während einer Rede in Barcelona. (12. November 2017)
Appelliert an die katalanischen Unternehmen: Spaniens Premierminister Mariano Rajoy während einer Rede in Barcelona. (12. November 2017)
AFP
Carles Puigdemont hat gesagt, er werde die Kommunikation mit den Behörden nicht behindern.
Carles Puigdemont hat gesagt, er werde die Kommunikation mit den Behörden nicht behindern.
Olivier Hoslet/EPA, Keystone
1 / 10

Bei der ersten Anhörung des von Madrid abgesetzten katalanischen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont hat die belgische Staatsanwaltschaft dessen Auslieferung gefordert. Auch vier seiner ebenfalls abgesetzten Minister sollen ausgeliefert werden.

Die Staatsanwaltschaft habe die Vollstreckung des europäischen Haftbefehls verlangt, teilte ein Anwalt Puigdemonts am Freitag in Brüssel mit. Die Verteidigung werde ihr Plädoyer am 4. Dezember halten.

Ex-Minister in Untersuchungshaft

Das Gericht soll entscheiden, ob es die von Spanien ausgestellten europäischen Haftbefehle gegen die fünf Politiker vollstreckt und sie ausliefert. Puigdemont und seine Kabinettskollegen hatten sich am 5. November der belgischen Polizei gestellt und waren einen Tag später unter Auflagen wieder freigekommen. Acht weitere abgesetzte katalanische Minister wurden in Spanien in Untersuchungshaft genommen.

Die spanische Justiz wirft den katalanischen Politikern Rebellion, Aufwiegelung und Veruntreuung öffentlicher Gelder vor. Bestraft werden kann dies mit bis zu 30 Jahren Gefängnis. Nach Angaben des belgischen Justizministeriums muss die endgültige Entscheidung über die Haftbefehle binnen 90 Tagen fallen.

SDA/chi

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch