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Bachmann tritt bei Pegida zurück

Die Facebook-Fotos in Hitler-Pose waren zu viel: Lutz Bachmann gibt seine Pegida-Funktionen ab. Zuvor hat er ähnliche Fotos als «Scherz» bezeichnet.

«Hitler-Bärtchen» – ein Scherz: Pegida-Gründer Lutz Bachmann bei einer Pressekonferenz (19. Januar 2015)
«Hitler-Bärtchen» – ein Scherz: Pegida-Gründer Lutz Bachmann bei einer Pressekonferenz (19. Januar 2015)
Keystone

Nach heftiger Kritik an Facebook-Fotos in Hitler-Pose ist der Gründer der islamkritischen Pegida-Bewegung, Lutz Bachmann, von seinen Funktionen bei der Organisation zurückgetreten. Bachmann sagte der «Bild»-Zeitung, dass er sein Amt als Vereinsvorsitzender abgebe. «Ja, ich trete auch als Vorstand zurück», sagte Bachmann, wie das Blatt auf seiner Internetseite berichtete.

Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel bestätigte der Nachrichtenagentur AFP den Rücktritt Bachmanns. In der «Bild»-Zeitung vom Mittwoch hatte Bachmann das Bild, das ihn mit einem «Hitler-Bärtchen» zeigt, als Scherz bezeichnet. Er habe das Foto beim Friseur geknipst, sagte er der Zeitung. Anlass sei die Veröffentlichung der Audio-Version des Satire-Buchs «Er ist wieder da» von Timur Vermes gewesen.

Pegida-Vize Rene Jahn sagte der «Bild» (Donnerstagsausgabe), der Vorfall müsse «Konsequenzen haben». «Das geht überhaupt nicht.»

Die Dresdner Staatsanwaltschaft leitete unterdessen ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Volksverhetzung gegen Bachmann ein. Auslöser seien Presseberichte über angebliche Facebook-Einträge und Kommentare von Bachmann vom September vergangenen Jahres, in denen dieser Flüchtlinge und Asylbewerber beschimpft und beleidigt haben soll, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte.

AFP/spu

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