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Köthen hat die Lehren aus Chemnitz gezogen

Klare Ansagen, schnelles Handeln: Wie der Bürgermeister sein Städtchen vor dem grossen Neonazi-Aufmarsch bisher bewahren konnte.

Ein Sicherheitsaufgebot wie noch nie in der jüngeren Geschichte der Stadt: Berittene Polizisten auf Patrouille in Köthen. Foto: Hannibal Hanschke

Ein Sicherheitsaufgebot wie noch nie in der jüngeren Geschichte der Stadt: Berittene Polizisten auf Patrouille in Köthen. Foto: Hannibal Hanschke

Dominique Eigenmann@eigenmannberlin

Am Tag, als Bernd Hauschild erfährt, dass seine Stadt gerade eine andere geworden ist, setzt er sich als erstes aufs Rad und fährt zur Polizei. Es ist Sonntag, 10 Uhr. Der Bürgermeister ist benachrichtigt worden, dass Rechtsextreme zu einem Trauermarsch in Köthen aufrufen. Ein Deutscher sei nach einem Streit mit afghanischen Flüchtlingen gestorben. Hauschild fährt zur Polizei, um zu erfahren, was man weiss. Die Antwort ist: noch nicht viel. Aber ein 22-jähriger Köthener ist tot, so viel ist sicher.

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