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Auch dritter Pariser Attentäter ist beerdigt

Amédy Coulibaly wurde unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen nahe Paris bestattet. Das Herkunftsland seiner Familie hatte sich geweigert, seinen Leichnam anzunehmen.

Einige Angehörige nahmen an seiner Beisetzung teil: Amédy Coulibaly in einem am 11. Januar veröffentlichten Video.
Einige Angehörige nahmen an seiner Beisetzung teil: Amédy Coulibaly in einem am 11. Januar veröffentlichten Video.

Zwei Wochen nach der islamistischen Anschlagsserie in Frankreich ist auch der dritte Attentäter in einem anonymen Grab beigesetzt worden. Amédy Coulibaly wurde am Freitagmorgen im muslimischen Abschnitt des Friedhofs von Thiais nahe Paris bestattet. Dies sagte ein Polizeivertreter. An der Beerdigung, die unter strengen Sicherheitsvorkehrungen stattfand, nahmen einige Angehörige des Islamisten teil.

Über Coulibalys Beisetzung hatte es ebenso erregte Diskussionen gegeben wie über die der Angreifer auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo», Chérif und Said Kouachi. So verweigerte Mali, woher Coulibalys Familie stammt, dass der Leichnam in das Land überführt und dort beigesetzt wird.

Gräber sollen keine Pilgerorte werden

Coulibaly hatte einen Tag nach dem «Charlie Hebdo«-Angriff vom 7. Januar mit zwölf Toten in Montrouge südlich von Paris eine Polizistin erschossen. Am folgenden Tag tötete er bei einer Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt im Osten der französischen Hauptstadt vier Menschen. Die drei Islamisten, die ihre Taten vermutlich abgesprochen hatten, wurden schliesslich bei Polizeieinsätzen getötet.

Said Kouachi wurde vor einer Woche im nordostfranzösischen Reims in einem anonymen Grab beigesetzt. Sein jüngerer Brüder Chérif wurde in Gennenvilliers nahe Paris bestattet, wo er zuletzt gelebt hatte. Auch er liegt in einem anonymen Grab - die Behörden wollen damit verhindern, dass die Gräber zu Pilgerorten für Islamisten werden.

(SDA)

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