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Athen prüft Asylanträge von geflohenen Soldaten

Die Ministerpräsidenten der Türkei und Griechenlands haben Gespräche rund um die Asylanträge der acht türkischen Offiziere aufgenommen.

Asylgesuch an Griechenland: Einer der türkischen Offiziere (M.), der nach dem Putschversuch nach Griechenland flüchtete (27. Juli 2016).
Asylgesuch an Griechenland: Einer der türkischen Offiziere (M.), der nach dem Putschversuch nach Griechenland flüchtete (27. Juli 2016).
Yorgos Karahalis, Keystone
Die Justiz hatte schon kurz nach der Flucht ein erstes Urteil gefällt: Ein Polizist führt einen der geflohenen Soldaten ins Gericht in Alexandroupolis.
Die Justiz hatte schon kurz nach der Flucht ein erstes Urteil gefällt: Ein Polizist führt einen der geflohenen Soldaten ins Gericht in Alexandroupolis.
Sakis Mitrolidis, AFP
Offenbar sind auch Schüsse gefallen.
Offenbar sind auch Schüsse gefallen.
AFP
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In Griechenland haben am Freitag die Anhörungen zu den Asylanträgen von acht türkischen Soldaten begonnen, die während des Putschversuches in der Türkei in das Nachbarland geflüchtet waren. Am Morgen erschien Feridun Coban als erster vor dem zuständigen Ausschuss in Athen, wie sein Anwalt mitteilte. Ab Montag sollen die übrigen Soldaten folgen. Ankara hatte die Auslieferung der Männer beantragt.

Am Donnerstag telefonierten die Ministerpräsidenten der Türkei und Griechenlands, Binali Yildirim und Alexis Tsipras, miteinander, wie das Büro von Tsipras mitteilte. In dem Gespräch ging es demnach um «Fragen der Justizzusammenarbeit».

Flucht mit dem Helikopter

Die acht Türken waren unmittelbar nach dem gescheiterten Putsch vom 15. Juli mit einem Armeehelikopter in Alexandroupolis gelandet. Ein Gericht in der nordgriechischen Stadt verurteilte sie kurz darauf wegen «illegaler Einreise» zu jeweils zwei Monaten Haft auf Bewährung.

Bis zur Entscheidung über ihre Asylanträge, die nach Angaben der Behörden in «zwei oder drei Monaten» fallen soll, sollen sie in Polizeigewahrsam bleiben. Sollte Griechenland dem Auslieferungsbegehren der Türkei nicht entsprechen, dürfte dies die bilateralen Beziehungen schwer belasten.

SDA/kko

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