AfD-Politiker gründen eigenen Fussballclub

Der FC Bundestag verweigerte mehreren AfD-Abgeordneten die Mitgliedschaft. Das hat bei den Rechten eine Trotzreaktion hervorgerufen.

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Gegen den AfD-Abgeordneten Sebastian Münzenmaier läuft ein Strafverfahren wegen Körperverletzung – darum hat der FC Bundestag, ein Team aus ehemaligen und aktuellen Mitgliedern des deutschen Bundestags, dem Hobbyfussballer eine Abfuhr erteilt.

Münzenmaier war nicht der einzige, der abgelehnt wurde. Insgesamt sieben AfDler wollten sich dem fraktionsübergreifend besetzten FC anschliessen; nur drei wurden aufgenommen. Da sah die Rechtspartei Rot: «Die AfD-Kicker werden dem FC Bundestag geschlossen fernbleiben und stattdessen eine eigene Parlamentsfussballmannschaft gründen», wird Hans-Jörg Müller, parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion, im «Spiegel» zitiert.

Und Müller macht auch gleich klar, welche Werte diesem «Alternativen FC Bundestag» wichtig sind: Er werde allen Fraktionen offenstehen und gegen Gegner «jeder Nationalität, Hautfarbe, Religion, Weltsicht» antreten.

Auch ein Tackling gegen den FC Bundestag lässt Müller – dessen Beitrittsantrag notabene vom FC Bundestag auf Eis gelegt wurde – nicht aus: «Wir gründen unseren Verein auf den Werten Sportsgeist und Toleranz, gegen Hass und Ausgrenzung, wie wir es vom FC Bundestag kennengelernt haben».

Kein Platz für den Rechtsaussen

Gegen den 28-jährigen Sebastian Münzenmaier läuft seit Juli ein Verfahren wegen schwerer Körperverletzung. Er soll zusammen mit anderen Hooligans des 1. FC Kaiserslautern Fans von Mainz 05 angegriffen haben. Das Amtsgericht Mainz sah es als erwiesen an, dass sich der Rechts-Politiker der Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht hat.

Münzenmeier kassierte eine sechsmonatige Freiheitsstrafe auf Bewährung, bestreitet aber den Vorfall und hat Berufung eingelegt. Für die Fussballer des Bundestags war das genug, seinen Aufnahmeantrag abzulehnen.

nag

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