Zum Hauptinhalt springen

Adebowale des Soldatenmordes angeklagt

Der 22-jährige Michael Adebowale, der an dem brutalen Mord an dem Soldaten Lee Rigby beteiligt ist, steht bereits heute Morgen in London vor Gericht.

Die Anteilnahme am Tode des jungen Soldaten Lee Rigby ist in London gross. (28. Mai 2013)
Die Anteilnahme am Tode des jungen Soldaten Lee Rigby ist in London gross. (28. Mai 2013)
Keystone
Der Attentäter von London fiel der Polizei schon früher auf: Michael Adebolajo bei einer Demonstration in London. (27. April 2013)
Der Attentäter von London fiel der Polizei schon früher auf: Michael Adebolajo bei einer Demonstration in London. (27. April 2013)
Keystone
Hier geschah die Tat: Woolwich im Südosten von London.
Hier geschah die Tat: Woolwich im Südosten von London.
Keystone
1 / 20

Nach dem brutalen Mord an einem britischen Soldaten auf offener Strasse in London muss sich einer der beiden mutmasslichen Haupttäter vor Gericht verantworten. Wie die britische Polizei sowie die Staatsanwaltschaft am Abend mitteilten, wurden gegen den 22-jährigen Michael Adebowale offizielle Ermittlungen wegen Mordes und Waffenbesitzes eingeleitet. Er sollte demnach bereits heute Morgen vor Gericht erscheinen. Adebowale wird vorgeworfen, gemeinsam mit dem 28-jährigen Michael Adebolajo in der vergangenen Woche in London den 25-jährigen Lee Rigby ermordet zu haben. Die beiden Männer waren nach der Tat im Bezirk Woolwich von der Polizei angeschossen und in verschiedene Krankenhäuser gebracht worden. Adebowale wurde am Dienstag aus der Klinik entlassen und von der Polizei befragt.

Die Anti-Terror-Abteilung der Polizei werfe dem 22-Jährigen den «Mord an Lee Rigby» sowie den «Besitz einer Schusswaffe» vor, hiess es in einer Erklärung. Er blieb demnach inhaftiert und sollte am Morgen vor einem Bezirksgericht in Westminster in London erscheinen. Der 28-jährige zweite Hauptverdächtige befand sich demnach weiterhin unter Polizeibewachung im Krankenhaus. Sein Zustand war stabil.

Die Leiterin der Anti-Terror-Einheit der Staatsanwaltschaft, Sue Hemming, sprach von «ausreichenden Beweisen» für eine strafrechtliche Verfolgung des 22-Jährigen, was auch im Sinne der Öffentlichkeit sei. Dem Mann würden «ernsthafte Verbrechen» vorgeworfen. Er habe gleichwohl «das Recht auf einen fairen Prozess», sagte sie.

Brutale Tat

Der Soldat war auf offener Strasse regelrecht hingerichtet worden, Augenzeugen zufolge wurde er enthauptet. Die beiden mutmasslichen Täter, von denen sich einer nach der Tat mit blutverschmierten Messern in den Händen filmen liess, sind nigerianischer Abstammung. Der 28-jährige Adebolajo hatte gesagt, er habe den Soldaten als Vergeltung für die Tötung von Muslimen ermordet. Nach Angaben der Polizei starb Rigby an «zahlreichen Schnittwunden». Vor dem Angriff wurde er demnach von einem Auto angefahren.

Rigbys Verlobte Aimee West zeigte sich in einer Erklärung «am Boden zerstört» angesichts des Verlusts ihres Partners. «Ich bin sehr stolz auf ihn», erklärte West und bedankte sich für die Blumen und Ehrungen für Rigby.

AP/chk/kle

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch