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Der Tag, an dem sein Bruder starb

Piet Ploeg verlor einen Teil seiner Familie, als der Flug MH17 über der Ukraine abgeschossen wurde. Wie geht er damit um?

Übrig blieben nur Wrackteile: An dieser Stelle in der Nähe von Grabowo, Ukraine, starben am 17. Juli 2014 fast 300 Menschen. Foto: Keystone

Übrig blieben nur Wrackteile: An dieser Stelle in der Nähe von Grabowo, Ukraine, starben am 17. Juli 2014 fast 300 Menschen. Foto: Keystone

Frank Nienhuysen@SZ

Am Tag, als er seinen Bruder verlor, seine Schwägerin und seinen Neffen, trank Piet Ploeg eine halbe Flasche Whisky. «Es war ein guter Whisky», sagt er, dann lacht er. Es ist kein makaberes Lachen, eher ein Überspielen, ein Schutz, nur kein Selbstmitleid. Der gute Whisky trieb ihn in eine Betäubung und endlich in den Schlaf. Es war drei Uhr in der Nacht. Am späten Nachmittag hatte Ploeg noch entspannt mit Freunden bei einem Glas Wein gesessen, auf einer Terrasse am sanften Ufer der Vecht. Das niederländische Maarssen ist ein Städtchen bei Utrecht, und es war ein warmer Sommertag. «Man kann hier gut leben», sagt Ploeg. Doch zwischen Wein und Whisky schob sich die Hölle.

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