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500 Bergleute stecken in ostukrainischer Kohlegrube fest

Wegen eines Granattreffers in einem Elektroumspannwerk sind rund 500 Kumpel gefangen. Schon vor zwei Wochen gab es einen ähnlichen Vorfall in der Mine, die von prorussischen Rebellen kontrolliert wird.

Lebensgefahr besteht nach Angaben eines selbst ernannten Ministers nicht: Ein Arbeiter in einem Kohlebergwerk östlich von Donezk. (6. November 2015)
Lebensgefahr besteht nach Angaben eines selbst ernannten Ministers nicht: Ein Arbeiter in einem Kohlebergwerk östlich von Donezk. (6. November 2015)
Maxim Zmeyev, Reuters

In einem Bergwerk in der umkämpften Ostukraine stecken fast 500 Bergarbeiter unter Tage fest. In der Kohlegrube sei der Strom ausgefallen, erklärte das Katastrophenschutzministerium der international nicht anerkannten Volksrepublik Donezk. Zuvor sei ein regionales Umspannwerk von einer Granate getroffen worden. Zum Zeitpunkt des Stromausfalls seien 496 Kumpel unter Tage gewesen, sagte ein Ministeriumssprecher der Nachrichtenagentur AFP. Derzeit liefen Vorbereitungen, um die Arbeiter sicher nach oben zu bringen. «Das Belüftungssystem funktioniert. Lebensgefahr besteht für die Kumpel nicht», ergänzte ein Minister der «Volksrepublik», Julian Bedilo.

Nach Angaben eines Mitarbeiters des Verteidigungsministeriums der selbst ernannten Volksrepublik wurden 110 Kumpel bereits in Sicherheit gebracht. Bereits am 11. Januar sassen mehr als 300 Bergarbeiter in derselben Mine stundenlang unter Tage fest. Auch damals fiel der Strom nach dem Einschlag eines Geschosses in einem regionalen Umspannwerk vorübergehend aus. Alle Kumpel wurden gerettet.

Eine der grössten Minen Osteuropas

Die Sasjadko-Grube nahe der von prorussischen Rebellen kontrollierten Stadt Donezk gehört zu den grössten Bergwerken in Osteuropa. Bis zu 10'000 Menschen arbeiten dort. Bei einer Gasexplosion im Jahr 2007 waren in der Grube mehr als hundert Personen ums Leben gekommen. Seit neun Monaten liefern sich ukrainische Regierungstruppen und prorussische Rebellen im Osten des Landes Gefechte. In den vergangenen Tagen nahmen diese wieder an Heftigkeit zu. Seit April 2014 wurden fast 5100 Menschen getötet.

SDA/thu

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