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«Die Unzufriedenheit der Briten richtet sich an die falsche Adresse»

Wie reagiert die EU nach dem Brexit – und hat sie fundamental am Volk vorbeiregiert? Diese und weitere Fragen beantwortet Brüssel-Korrespondent Stephan Israel.

EU-Präsident Jean-Claude Juncker bei der Pressekonferenz nach dem Brexit-Entscheid. (25.06.2016)
EU-Präsident Jean-Claude Juncker bei der Pressekonferenz nach dem Brexit-Entscheid. (25.06.2016)
Olivier Hoslet, Keystone

Stephan Israel, Brüssel ein Tag nach dem Brexit. Wie geht es jetzt weiter?

Der britische EU-Kommissar Jonathan Hill hat heute seinen Rücktritt angekündigt. Er sei enttäuscht über das Resultat, schreibt er. Hill war unter Jean-Claude Juncker für die Finanzmärkte zuständig. Es war damit gerechnet worden, dass er im Fall eines Brexit sein Dossier hätte abgeben müsste. Sein Dossier steht im Zentrum, wenn es um die Verhandlungen über das künftige Verhältnis Grossbritanniens zur EU geht. Der Rücktritt kommt jetzt etwas überraschend. Die Regierung in London muss jetzt einen neuen Vertreter benennen, der den Job bis zum Austritt der Briten machen müsste. Sonst geht es morgen mit einem Treffen der sogenannten Sherpas, der engsten Berater der 27 Staats- und Regierungschefs. Erstmals wird der britische Vertreter nicht dabei sein. Sie kommen am Sonntag zusammen, um den EU-Gipfel nächsten Dienstag und Mittwoch vorzubereiten.

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