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«Die Regale im Supermarkt sind am Morgen jeweils voll»

Ein in der Schweiz aufgewachsener Japaner harrt in Tokio aus. Gegenüber Redaktion Tamedia beschreibt Yoshitake Nagamine die derzeitige Lage in der Hauptstadt.

Licht aus: Um Strom zu sparen, werden alle Leuchtreklamen in Tokio ausgeschaltet. Die Innenstadt ist aber vom Stromunterbruch verschont. Im Bild der Elektronikladen Yodosbashi-Camera in Shinjuku.
Licht aus: Um Strom zu sparen, werden alle Leuchtreklamen in Tokio ausgeschaltet. Die Innenstadt ist aber vom Stromunterbruch verschont. Im Bild der Elektronikladen Yodosbashi-Camera in Shinjuku.
Keystone
Benzin ist besonders gefragt. Im Norden Tokios.
Benzin ist besonders gefragt. Im Norden Tokios.
Keystone
Die Tageszeitung «Asahi» rückt den Stromunterbruch in Tokio in den Fokus.
Die Tageszeitung «Asahi» rückt den Stromunterbruch in Tokio in den Fokus.
Keystone
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Wie ist für Sie die derzeitige Situation in Tokio? Ich war ganz gewöhnlich arbeiten. Im Büro waren jedoch weniger Leute anwesend als gestern. Viele arbeiten von zu Hause aus. Andere haben Ferien genommen. Aber im Grunde genommen war es ein gewöhnlicher Arbeitstag.

Wie sieht es im öffentlichen Leben aus? Die U-Bahnen haben einen reduzierten Fahrbetrieb. Es hat bedeutend weniger Züge. Lange anstehen musste ich heute Morgen dennoch nicht. Am Montag war noch ein riesiges Gedränge. In Tokio herrscht derzeit eine Stimmung wie an Neujahr, wenn alle die Zeit mit ihrer Verwandtschaft verbringen und die Strassen praktisch leer sind. Die Cafés sind leer, viele Bars haben geschlossen. Die Restaurants haben jedoch geöffnet. Es ist schon eine Nervosität zu spüren. Panik herrscht aber nicht.

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