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Aktie von Swiss Re unter Druck

Die Folgen des schweren Bebens in Japan belasten den Kurs des Schweizer Rückversicherers. Doch auch weitere Firmen spüren die Katastrophe.

Die wichtigsten europäischen Börsen haben am Montag belastet von der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan schwächer tendiert. In der Schweiz notierte der Leitindex SMI um 10 Uhr um 0,5 Prozent tiefer bei 6323 Punkten.

Der breite SPI verlor 0,6 Prozent auf 5727 Zähler. Erneut verbuchten vor allem die Aktien des Rückversicherers Swiss Re und der international tätigen Zurich Financial Services grosse Verluste. Swiss Re büssten zunächst fast sechs Prozent ein und lagen zuletzt noch um 3,1 Prozent im Minus. Zurich notierten nach einem anfänglichen Abschlag von zwei Prozent noch um 1,1 Prozent schwächer.

Noch ist nicht klar, wie viel die Katastrophe in Japan die Versicherer kosten wird. Nach einer ersten Schätzung der Grossbank Credit Suisse dürfte die Katastrophe einen wirtschaftlichen Schaden zwischen 170 Milliarden und 180 Milliarden Dollar verursacht haben. Damit würde sich der Schaden auf knapp 40 Prozent dessen belaufen, was das Erdbeben in Kobe im Jahr 1995 angerichtet hatte.

Swatch und Richemont betroffen

Dies schrieb der Chefökonom von Credit Suisse Japan, Hiromichi Shirakawa, heute in einem Marktkommentar. In den von dem Beben und der nachfolgenden Flutwelle betroffenen Gebieten gebe es weniger Bürogebäude, Fabriken und Autobahnen als in Kobe.

Die Aktien der beiden Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch tendierten schwächer. Das Erdbeben könnte die Nachfrage nach Luxusgütern in dem für die beiden Gesellschaften wichtigen Markt beeinträchtigen, hiess es.

Bei den übrigen Schweizer Standardwerten blieben die Einbussen unter einem Prozent. Gegen den Trend gesucht waren die Aktien des Solarindustriezulieferers Meyer Burger, während die Aktien des Stromkonzerns BKW 6,1 Prozent nachgaben. BKW stellt Atomstrom her.

EdF-Aktie im Keller

Auch andere europäische Aktienmärkte starteten mit Verlusten in den Handel. Der EuroStoxx 50 verlor 0,78 Prozent auf 2861,30 Punkte. Für den Leitindex FTSE 100 in London ging es um 0,37 Prozent auf 5807,38 Punkte nach unten, der Cac 40 in Paris büsste 0,47 Prozent auf 3910,02 Punkte ein.

Besonders stark unter Druck gerieten angesichts der immensen Schäden in Japan die Aktien von Versicherern. Der Stoxx 600 Insurance verlor 1,98 Prozent und damit so viel wie kein anderer Branchenindex. Verluste mussten auch Versorgerwerte hinnehmen, so ging es etwa für die Anteilsscheine von Electricité de France (EdF) um 4,27 Prozent in den Keller. Die UBS verwies in einer Studie darauf, dass der französische Konzern vor allem auf Atomstrom setze.

Wichtig für die weitere Entwicklung sei nun, wie die US-Märkte auf die Katastrophe in Japan reagierten, erklärten Händler. Am Freitag hatte die Wall Street noch zu einem Schlussspurt angesetzt und höher geschlossen.

SDA/oku

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