Die Polizei sucht nach einem 18-Jährigen

Der nach dem Anschlag in Barcelona verhaftete Marokkaner hat einen jüngeren Bruder. Dieser gilt nun als Hauptverdächtiger.

Auf der Suche nach dem Hauptverdächtigen: Bewaffnete Polizisten patrouillieren die Ramblas.

Auf der Suche nach dem Hauptverdächtigen: Bewaffnete Polizisten patrouillieren die Ramblas.

(Bild: Keystone Manu Fernandez)

Die spanische Polizei fahndet nach dem Terroranschlag in Barcelona einem neuen Hauptverdächtigen. Es handle sich um den jüngeren Bruder des bereits am Donnerstag inhaftierten Marokkaners, berichteten mehrere spanische Zeitungen unter Berufung auf die Sicherheitskräfte. Offenbar war der Gesuchte erst vor wenigen Tagen aus Marrokko nach Barcelona gereist.

Der Verdächtige soll nach der Todesfahrt zu Fuss geflüchtet sein. Der 18-Jährige hat dem Bericht zufolge seinem Bruder den Pass gestohlen und unter dessen Namen den Transporter angemietet. Der 28-Jährige soll sich selbst der Polizei ausgeliefert haben, nachdem sein Foto im Netz kursiert war. Er erzählte der Polizei, dass seine Ausweispapiere gestohlen worden seien und er nichts mit dem Anschlag zu tun habe.

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Mindestens 13 Personen sterben bei Terroranschlag in Barcelona (Tamedia/AFP)

Der 28-jährige Marokkaner wurde in der katalanischen Stadt Ripoll in Gewahrsam genommen, rund 60 Kilometer nördlich von Barcelona. Wie die spanische Tageszeitung «ABC» schreibt, wurde einst ein Haftbefehl gegen ihn wegen häuslicher Gewalt ausgestellt. Ein Verdacht auf jihadistische Aktivitäten bestand aber nicht. Laut «El País» sass der Mann eine Zeit lang im Gefängnis in Figueres, Katalonien, wo er im Jahr 2012 wieder entlassen wurde.

Spanier ist zweiter Verdächtiger

Ein zweiter Verdächtiger wurde Polizeiangaben zufolge in Alcanar im Süden Kataloniens festgenommen. Bei ihm soll es sich um einen Spanier handeln, der in der Exklave Melilla im Norden Marokkos geboren wurde.

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Der Mann steht womöglich in Verbindung mit einer Explosion in einem Haus, die sich am Mittwochabend in Alcanar ereignete und bei der ein Mensch getötet wurde. Die Polizei vermutet, dass dort ein Sprengsatz vorbereitet wurde. Ein dritter Verdächtiger wurde am Freitagmorgen festgenommen, ebenfalls in Ripoll.

kaf/afp

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