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Wie die Katastrophe in Japan Ghadhafi hilft

Während die Ereignisse in Japan die Welt in Atem halten, gewinnt in Libyen Ghadhafi wieder die Oberhand. Auch in anderen arabischen Ländern nutzen die Machthaber die Gunst der Stunde.

«Wir haben den Tod vor Augen», berichtet Ali M.(*) aus Zawiyah gegenüber Redaktion Tamedia. «Vor kurzem gab es bei einer Ölquelle wieder eine Explosion.» Muammar al-Ghadhafis Truppen haben die Stadt zurückerobert, Journalisten wurden nach langen Tagen des Wartens aus Tripoli nach Zawiyah geführt (Bericht des CBS-Reporters Mark Phillips: zum Bericht). Auch die Stadt Zuara ist wieder in der Hand von Ghadhafis Männern. «Immer wieder sind Schüsse zu hören», sagt Fatma S. (*) aus Zuara zu Redaktion Tamedia. «Es ist hier nicht mehr auszuhalten, wir packen heute noch und versuchen, nach Tunesien zu fliehen.»

Während die Weltöffentlichkeit gebannt nach Japan blickt, hat Ghadhafi die Luftangriffe auf die Opposition intensiviert. Dem libyschen Diktator dürfte die Katastrophe in Japan als Geschenk des Himmels vorkommen. Lisa Holland, Reporterin für Sky News in Tripoli, sagte ihrem Sender: «Sie können die Gewalt anwenden, die sie in Städten wie Zawiyah angewendet haben, und die Welt schaut nicht mehr hin. Sie hat ihren Rücken gekehrt. Ihre Aufmerksamkeit ist woanders.»

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