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USA fordern neue Ermittlungen zu Lockerbie

US-Aussenministerin Hillary Clinton will das FBI einschalten, um neue Beweise für den Anschlag von 1988 zu sammeln. Denn möglicherweise hatte Libyens Machthaber Ghadhafi doch etwas damit zu tun.

270 Menschen kamen beim Attentat um: Schottische Rettungskräfte tragen eine Leiche weg.
270 Menschen kamen beim Attentat um: Schottische Rettungskräfte tragen eine Leiche weg.
Reuters

US-Aussenministerin Hillary Clinton hat eine neue Untersuchung über die Rolle von Libyens Revolutionsführer Muammar al-Ghadhafi beim Flugzeugattentat von Lockerbie gefordert. Es müsse versucht werden, Beweismaterial zu sammeln und eine Untersuchung gegen «Ghadhafi und seine mögliche Mitverschwörer» voranzutreiben, sagte Clinton vor einem Kongressausschuss in Washington. Sie werde die Bundespolizei FBI und Justizminister Eric Holder unverzüglich bitten, das weitere Vorgehen zu klären. «Wir müssen hier prompt handeln», sagte sie.

Bei dem Anschlag auf ein US-Linienflugzeug über dem schottischen Lockerbie waren im Dezember 1988 insgesamt 270 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen waren US-Bürger. Der als einziger Attentäter des Anschlags verurteilte krebskranke Libyer Abdel Basset al-Megrahi war im August 2009 von der schottischen Regionalregierung wegen seines Gesundheitszustands begnadigt worden. Libyen hat den Hinterbliebenen der Anschlagsopfer bereits Entschädigung bezahlt.

Angeblich gibt es Beweise

Clinton wies darauf hin, dass aktuelle Aussagen von libyschen Regierungsmitgliedern auf eine direkte Beteiligung Ghadhafs schliessen liessen. Nach Aussage seines zurückgetretenen Justizministers hatte Ghadhafi persönlich das Attentat von Lockerbie angeordnet. Er könne das beweisen, sagte Mustafa Abdel Dschalil vor einer Woche der schwedischen Zeitung «Expressen».

AFP/miw

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