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Jemenitischer Gouverneur niedergestochen - 60 Verletzte nach Protesten

Mindestens 60 Menschen sind heute bei Auseinandersetzungen zwischen Regimegegnern und Sicherheitskräften im Jemen verletzt worden. Vier ausländische Journalisten wurden verhaftet und ausgeschafft.

Die Seiten gewechselt: Demonstranten feiern in der Hauptstadt Sanaa einen Offizier, der zu den Protestierenden übergelaufen ist.
Die Seiten gewechselt: Demonstranten feiern in der Hauptstadt Sanaa einen Offizier, der zu den Protestierenden übergelaufen ist.
Keystone

Präsident Ali Abdullah Saleh entliess nach den neuerlichen Zusammenstössen den für den Dialog mit den Demonstranten zuständigen Minister Hamud al Hattar. Er wurde durch Jugendminister Hamud Abad ersetzt.

In der östlichen Provinz Marib veranstaltete die Opposition am Montag vor Regierungsgebäuden grosse Protestkundgebungen. Sicherheitskräfte eröffneten das Feuer auf die Demonstranten und verletzten 37 Menschen. Im Handgemenge stach eine Gruppe von Männern mit Dolchen auf Gouverneur Nadschi al Saidi und vier seiner Leibwächter ein. Al Saidi wurde mit einem Hubschrauber in ein Militärkrankenhaus geflogen. Über seinen Zustand war zunächst nichts bekannt.

In der südjemenitischen Stadt Tais wurden drei Menschen verletzt, als die Polizei versuchte eine Protestkundgebung mit Tränengas und Schüssen zu beenden. Bei Auseinandersetzungen in der nordwestlichen Provinz Dschauf wurden mindestens 20 Menschen verletzt.

Journalisten verhaftet und ausgewiesen

Vier ausländische Journalisten sind festgenommen und abgeschoben worden. Die zwei Amerikaner und zwei Briten wurden wegen ihrer Berichterstattung über die Proteste gegen Präsident Ali Abdullah Saleh ausgewiesen, wie einer von ihnen mitteilte. Sie wurden am Morgen während einer Razzia von Sicherheitskräften in ihrer gemeinsamen Wohnung aufgegriffen und zunächst auf der Einwanderungsbehörde festgehalten.

Angesichts der seit Wochen andauernden Proteste gegen die Regierung gibt der Jemen kaum noch Visa an Medienvertreter aus. Er und seine Kollegen hätten jedoch die richtige Akkreditierung gehabt, sagte einer der britischen Journalisten am Montag vom Flughafen Qatar aus.

SDA/ dapd/pbe

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