Zum Hauptinhalt springen

Die Schweiz bildete einst libysche Kampfpiloten aus

Heliswiss, zur Mehrheit im Besitz von Bundesbetrieben, verstiess vorsätzlich gegen den Neutralitätsgrundsatz.

Beim Aufbau der libyschen Streitkräfte von Muammar al-Ghadhafi leistete die Schweiz einen bisher wenig bekannten Beitrag. 1973 sollten Militärpiloten der Libyan Armed Forces von der Schweizerischen Helikopter AG (Heliswiss) auf dem Flugplatz in Locarno ausgebildet werden. Eine neutralitätspolitisch heikle Aktion, denn die Heliswiss gehörte zur Mehrheit der öffentlichen Hand, darunter den SBB und der PTT.

Nachdem die Sache aufgeflogen war, verbot der Kanton Tessin die Veranstaltung – unter dem Vorwand von Lärmschutzbestimmungen. Damit war die Flugausbildung der libyschen Kampfpiloten auf Schweizer Boden zwar vom Tisch. Doch Heliswiss führte die Flugausbildung mit den Libyern einfach auf französischem Boden durch. Das hatte ein Nachspiel: In einer parlamentarischen Anfrage wurde der Bundesrat zur Stellungnahme aufgefordert. Die Antwort des Bundesrates zeigt, wie Heliswiss und insbesondere drei der vom Bund delegierten Verwaltungsräte agierten, um den Auftrag, an dessen Übernahme Heliswiss gemäss dem Bundesrat «aus finanziellen Gründen sehr interessiert war», gegen alle Widerstände auszuführen

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.