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«Die Leute in der Hauptstadt werden unzufrieden»

Die USA beenden am Sonntag ihre Kampfeinsätze, an der Front herrscht ein Patt. Politologe Dieter Ruloff ordnet die Lage in Libyen ein und erklärt, unter welchen Umständen Tripolis fallen wird.

Die USA beenden am Sonntag ihren Kampfeinsatz in Libyen und ziehen sich auf eine rein unterstützende Rolle zurück. Die Nato übernimmt das Kommando. Wie ist dies zu verstehen? In Libyen gehen für die USA und ihre Alliierten die militärischen Ziele aus. Man sagt, dass die Kapazitäten der libyschen Armee zu drei Viertel eliminiert sind. Es braucht nicht mehr dermassen viele Flugzeuge. Daher sollen nun die europäischen Staaten die Führung übernehmen, insbesondere Frankreich und Grossbritannien.

Bedeutet dies, dass die USA keine Kampfeinsätze mehr fliegen? Die USA haben genügend militärisches Material in der Gegend. Sollte die Sache eskalieren, könnten sie sofort zu Hilfe kommen. Es handelt sich hier um eine politische Angelegenheit. Präsident Obama möchte der Öffentlichkeit sagen, dass dies nicht ein Krieg der USA, sondern einer der Nato ist. Das Verständnis für den Libyen-Einsatz ist in den USA gering. Die europäischen Verbündeten sollen den UNO-Auftrag nun selbst erledigen.

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