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Der Bunker des Diktators ist jetzt ein Ausflugsziel

In der ostlibyschen Stadt Benghazi hat die neue Zeit ohne Ghadhafi bereits begonnen.

Da zeigt sich die Bedeutung von Ghadhafi: Libyer besuchen das ausgebrannte Haus Ghadhafis auf dem Militärstützpunkt Katiba in der Stadt Benghazi.
Da zeigt sich die Bedeutung von Ghadhafi: Libyer besuchen das ausgebrannte Haus Ghadhafis auf dem Militärstützpunkt Katiba in der Stadt Benghazi.
Keystone

Der «Bruder Führer» reisst die Arme hoch, eifert selbstverliebt mit erhobenem Zeigefinger. «Warum? Warum? Warum? Vorwärts in die Zukunft! Immer nach vorn!» Das Gerede und Geschrei des Mannes mit dem wirren Haar und dem weiten, goldbestickten Umhang ist unverständlich, aber auf der Promenade von Benghazi versteht ihn jeder. Der Irre auf dem Autodach ist der Mann, über den sie 42 Jahre lang keinen Witz machen konnten, ohne Freiheit oder Leben zu riskieren: Muammar al-Ghadhafi. Die Person des Staatschefs war 42 Jahre lang das strengste aller Tabus im Libyen des «Bruder Führers». Jetzt ist der Ghadhafi-Imitator die Attraktion auf der Uferstrasse am Mittelmeer. Die Menschen lachen, johlen, werfen mit Papierkugeln nach dem Schauspieler: «Der macht den Irren nach wie echt», sagt einer. «Jeder Satz, jede Handbewegung – genau so spricht und zappelt der Hundesohn.»

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