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Ägyptische Bootsflüchtlinge erreichen Sizilien

Nach dem Strom tunesischer Bootsflüchtlinge haben sich auch ägyptische Flüchtlinge über das Mittelmeer auf den Weg nach Italien gemacht. Die Küstenwache war gezwungen, Warnschüsse abzugeben.

Solche Szenen sollen verhindert werden: Ein Flüchtlingsboot aus Tunesien kommt auf Lampedusa an. (7. Mai 2011
Solche Szenen sollen verhindert werden: Ein Flüchtlingsboot aus Tunesien kommt auf Lampedusa an. (7. Mai 2011
Keystone
Entkräftet: Eine Gruppe von afrikanischen Flüchtlingen auf Lampedusa. (30. April 2011)
Entkräftet: Eine Gruppe von afrikanischen Flüchtlingen auf Lampedusa. (30. April 2011)
Keystone
Die italienische Küstenwache hat ihre Präsenz vor der Insel Lampeduas verstärkt.
Die italienische Küstenwache hat ihre Präsenz vor der Insel Lampeduas verstärkt.
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Zwei Boote mit Migranten kamen am Dienstag in Sizilien an. Ein Boot habe etwa 60, das andere etwa 30 Menschen befördert, sagte eine Sprecherin des UNO-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) der Nachrichtenagentur AFP. Die Passagiere hätten angegeben, aus Ägypten zu stammen, dies habe aber bislang nicht verifiziert werden können. Zudem sei die Strecke zwischen Ägypten und Sizilien «sehr lang».

Die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtete unterdessen, dass am Dienstag etwa 60 ägyptische Einwanderer auf Sizilien abgefangen worden seien. 32 von ihnen seien gerade dabei gewesen, an Land zu gehen, 31 weitere seien bereits auf der Insel gewesen, hiess es. Die Küstenwache habe das Boot laut Einsatzleiter zum Anhalten aufgefordert, dies habe die Aufforderung jedoch ignoriert. Die Einsatzkräfte hätten daraufhin Warnschüsse abgegeben, wobei der Kapitän des Schiffes «versehentlich» am Arm verletzt wurde.

Unklar war zunächst, ob es sich bei den Vorfällen um dieselben handelte. In den vergangenen Tagen hatten bereits rund 5000 Bootsflüchtlinge aus Nordafrika, die meisten von ihnen aus Tunesien, die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa erreicht.

SDA/jak

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