Zum Hauptinhalt springen

«Der Kampf ums Wasser wird die Kriege der Zukunft prägen»

Die UNO muss Konflikte verhüten und nicht bloss verwalten, sagt Irina Bokova, die an die Spitze der UNO will.

Frau Bokova, Sie leiten seit 2009 die Unesco mit Erfolg. Warum wollen Sie UNO-Generalsekretärin werden? Nächstes Jahr geht mein Mandat nach zwei Amtszeiten zu Ende. Das Unesco-Direktorium ist das schönste Mandat, das eine UNO-Unterorganisation bieten kann.

Warum dann der Drang zum Wechsel? Als Unesco-Generaldirektorin habe ich viele Orte der Zerstörung besucht. Ich weiss, vor welchen Herausforderungen die Menschheit heute steht. Ich bin überzeugt, dass die Stärkung der «soft power», die Stärkung von Bildungs­bemühungen und kultureller Identität, von grosser Wichtigkeit bei der Konfliktbewältigung ist. Zehn der siebzehn Ziele der UNO-Agenda für nachhaltige Entwicklung betreffen die Arbeit der Unesco. Es geht um die Entwicklung der Wissenschaft, den Schutz der Ozeane, die Gleichberechtigung der Geschlechter, den Zugang zu sauberem Wasser, den Erhalt der Biodiversität und um Bildung. Das hat mich motiviert, mich als UNO-Generalsekretärin zu bewerben.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.