Zum Hauptinhalt springen

Interaktiv: Überblick auf die Attentate

Schiessereien, Explosionen, Geiselnahme, Polizeizugriff: Eine Chronologie der Ereignisse auf unserer interaktiven Karte.

Bei fast zeitgleichen Anschlägen an sechs verschiedenen Orten sind in Paris mindestens 128 Menschen getötet worden. Zu den Angriffen am Freitagabend bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Ein Überblick zum Ablauf der Ereignisse:

  • Zwischen 21.00 Uhr und 21.15 Uhr ereignen sich drei Explosionen nahe des Stade de France im Norden von Paris, in dem gerade vor 80.000 Zuschauern das Fussballspiel Frankreich gegen Deutschland läuft. Ein Mensch wird getötet, zudem sterben die drei Selbstmordattentäter.
  • Um 21.29 Uhr gibt es eine erste Meldung im Internetkurznachrichtendienst Twitter über eine Schiesserei in der Rue Bichat. Ziel des Angriffs im 10. Stadtbezirk ist die Terrasse des Restaurants «Le Petit Cambodge», 14 Menschen werden getötet.
  • Um 21.38 Uhr wird über Twitter von «einem mehr als beunruhigenden Lärm» aus der Rue de Charonne im 11. Stadtbezirk berichtet. Augenzeugen hören «zwei bis drei Minuten lang» Schüsse. 18 Menschen werden getötet.
  • Um 21.49 Uhr heisst es in einem Tweet: «Sehr viele Schüsse im Bataclan». In die Konzerthalle im 11. Stadtbezirk stürmen mehrere schwerbewaffnete Täter und schiessen wahllos auf die mehr als tausend Besucher. Sie rufen «Allah Akbar» (Gott ist gross) und nehmen Geiseln, die sie laut Augenzeugen nach und nach regelrecht hinrichten.
  • In der Rue de la Fontaine au Roi nicht weit vom Place de la République werden auf der Terrasse der Pizzeria «La Casa Nostra» fünf Menschen getötet.
  • Am Boulevard Voltaire auf der anderen Seite des Place de la République gibt es einen weiteren Angriff mit einem Toten. Auch der Selbstmordattentäter stirbt.
  • Um 22.30 Uhr trifft Präsident François Hollande, der mit Bundesaussenminister Frank-Walter Steinmeier das Fussballspiel besucht hatte und schon vor dem Ende der Begegnung aus dem Stadion in Sicherheit gebracht wurde, zu einer ersten Krisensitzung im Innenministerium ein. Kurz nach Mitternacht verhängt er über ganz Frankreich den Ausnahmezustand.
  • Um 00.30 Uhr stürmt die Polizei das Bataclan, der Einsatz dauert eine halbe Stunde. Ein Attentäter wird erschossen, die drei anderen sprengen sich mit Sprengstoffgürtel in die Luft. Später stellt sich heraus, dass die Täter in der Konzerthalle 82 Menschen töteten.

Die Staatsanwaltschaft teilt im Laufe der Nacht mit, dass die verschiedenen Angriffe von acht Tätern begangen wurden, von denen sieben sich in die Luft sprengten. Es war das erste Mal, dass in Frankreich Selbstmordattentäter zuschlugen. Insgesamt töteten sie ihnen mindestens 128 Menschen und verletzten etwa 300 weitere.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch