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Yingluck droht Anklage wegen Korruption

Die thailändische Staatsanwaltschaft wirft der gestürzten Ministerpräsidentin vor, mit ihren Subventionen für Reisbauern Bangkok einen Milliardenschaden zugefügt zu haben.

Ihr drohen zehn Jahre Haft: Geputschte thailändische Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra.(22. Januar 2014)
Ihr drohen zehn Jahre Haft: Geputschte thailändische Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra.(22. Januar 2014)
Keystone

Die Generalstaatsanwaltschaft in Thailand hat Pläne bekanntgegeben, die gestürzte Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra anklagen zu wollen. In der Klage soll es um die Rolle der früheren Regierungschefin bei einem Subventionsprogramm für Reisbauern gehen. In dessen Zuge entstand für Bangkok ein Milliardenschaden.

Surasak Threerattrakul, Generaldirektor im Büro des Generalstaatsanwaltes, sagte am Freitag, dass Yingluck Vernachlässigung ihrer Pflichten als Staatsangestellte vorgeworfen werden soll. Ein Datum für die offizielle Anklage wurde noch nicht bekannt. Bei einer Verurteilung drohen der ersten Frau im Ministerpräsidentenamt des südostasiatischen Landes zehn Jahre Gefängnis.

Die Bekanntgabe aus Bangkok kam wenige Stunden, bevor das Parlament über Yinglucks politische Zukunft entscheidet. Die Parlamentarier stimmen über ihre endgültige Amtsenthebung ab. Sollten drei Fünftel der 220 Abgeordneten zustimmen, dürfte Yingluck fünf Jahre lang kein politisches Amt bekleiden. Der Vorgang wird als Strategie der Junta gesehen, Yingluck, ihren Bruder und früheren Regierungschef Thaksin Shinawatra und dessen Apparat aus der thailändischen Politik zu entfernen. Nach dem Militärputsch im vergangenen Mai sitzen fast nur noch politische Gegner Yinglucks im Parlament.

(AP)

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