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«Wir sehen jetzt im Kaukasus Entwicklungen wie im Nahen Osten»

Die Spitzendiplomatin Heidi Tagliavini zu den Konflikten in Tschetschenien, Kirgisien und den Problemen der Schweizer Aussenpolitik.

«Auch wir tendieren dazu, in einen Mechanismus zu verfallen, den ich in vielen Konflikten beobachtet habe: Schuld sind stets die anderen»: Heidi Tagliavini.
«Auch wir tendieren dazu, in einen Mechanismus zu verfallen, den ich in vielen Konflikten beobachtet habe: Schuld sind stets die anderen»: Heidi Tagliavini.
Keystone

Die zwei Attentäterinnen auf die Moskauer Metro waren angeblich «schwarze Witwen». Wie erklären Sie sich, dass eine 17-jährige Frau einen Sprengstoffgürtel umschnallt und sich in die Luft jagt?Die Attentate in Moskau sind schrecklich und durch nichts zu rechtfertigen. Die Urheberschaft ist aber noch nicht erhärtet. Seit die Tschetschenienkriege Ende 1994 ausgebrochen sind, ist der Konflikt nie richtig zur Ruhe gekommen. Es gab vor allem auch durch die OSZE eine kurze Friedensperiode zwischen 1996 und 1997. Seither aber gab es so viele Opfer in der Bevölkerung, die bereits 1995 vom Krieg völlig erschöpft war, dass der Hass enorm gestiegen ist.

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