Zum Hauptinhalt springen

USA stellen neuen Schild gegen Kims Raketen auf

Washington reagiert mit einem Raketenabwehrsystem in Südkorea auf die Provokationen aus dem Norden. Auch ein prominenter Trump-Kritiker spricht von einer akuten Gefahr.

Anwohner wehren sich gegen das Abwehrsystem: Golfplatz in Seongju. (17. März 2017)
Anwohner wehren sich gegen das Abwehrsystem: Golfplatz in Seongju. (17. März 2017)
Ed Jones, AFP
Nordkoreanisches Staatsfernsehen veröffentlicht Video: Panzer in Aktion. (26. April 2017)
Nordkoreanisches Staatsfernsehen veröffentlicht Video: Panzer in Aktion. (26. April 2017)
KCNA VIA KNS, AFP
Dieses Bild des US-Verteidigungsdepartements zeigt einen erfolgreichen Test des Raketenschilds in den USA. (Archivbild)
Dieses Bild des US-Verteidigungsdepartements zeigt einen erfolgreichen Test des Raketenschilds in den USA. (Archivbild)
Ralph Scott, Keystone
1 / 9

Teile des umstrittenen US-Raketenabwehrsystems THAAD sind nach südkoreanischen Angaben im Land aufgebaut worden. Ohne weitere Informationen hiess es am Mittwoch in einer Stellungnahme, dass Teile davon nun stationiert worden seien. Seoul und Washington hätten das System schnell aufbauen wollen, um mit den fortschreitenden Bedrohungen aus Nordkorea umzugehen. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap meldete, zwei oder drei Raketenwerfer, Abfangraketen und mindestens ein Radar seien installiert worden.

Unterdessen teilte die US-Marine am Mittwoch mit, dass gemeinsam mit der japanischen Luftwaffe Manöver in den Gewässern südlich von Japan geübt würden. Diese erfolgten gemeinsam mit dem Marineverband um den Flugzeugträger USS Carl Vinson. Zuvor hatte es auf dem Weg durch die Philippinensee bereits Übungen mit zwei japanischen Zerstörern gegeben.

Yonhap berichtete, bei der Installation von THAAD in Südkorea seien 8000 Polizisten mobilisiert worden – der Zugang zu dem Stationierungsort im Südosten sei vorher am Tag blockiert worden. Rund 200 Bewohner und Protestierende hätten sich vor einem örtlichen Gemeindezentrum versammelt. Neben Nordkorea sehen auch China und Russland das Abwehrsystem kritisch, da sie es mit seinen gut ausgerüsteten Radaren als Sicherheitsgefahr einstufen.

McCain warnt

Im Zuge des sich immer weiter verschärfenden Konflikts wird die US-Regierung am Mittwoch den Senat über weitere Schritte informieren. Am Freitag soll US-Aussenminister Rex Tillerson zudem eine Sondersitzung im Weltsicherheitsrat leiten. Dort werde er «sehr lautstark» dazu aufrufen, dass die Sanktionen gegen Pyongyang härter greifen müssten, sagte der Sprecher des Aussenamts, Mark Toner.

Der einflussreiche republikanische Senator John McCain erinnerte am Dienstag an die Kubakrise 1962. Die USA seien in einer der herausfordernsten Situationen seit dieser Zeit, sagte er bei einer Kongressanhörung. Dass eine nordkoreanische Langstreckenrakete fähig sei, eine amerikanische Stadt zu treffen, sei eine «akute Gefahr», so McCain.

Militärübung in Nordkorea

Am Dienstag, am Jahrestag der Gründung seines Militärs, hatte Nordkorea eine grosse Militärübung abgehalten. Rund um die Stadt Wonsan seien Artilleriemanöver veranstaltet worden, meldete der Generalstab Südkoreas. Yonhap berichtete, an der Übung hätten sich 300 bis 400 Geschütze beteiligt. Nordkorea warnte zuletzt am Montag vor einem Atomkrieg.

China warnte vor verschärften Spannungen um Nordkorea. Die Situation sei gefährlich und kompliziert, sagte der chinesische Aussenamtssprecher Lu Kang am Dienstag. Alle Beteiligten sollten sich zurückhalten und alles unterlassen, was die Spannungen verschärfen könnte.

AP/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch