Zum Hauptinhalt springen

Türkische Polizei verhaftet über 1000 Personen

In der Türkei wurden landesweit Razzien durchgeführt. Die Festgenommenen sollen der Gülen-Bewegung angehören.

Nach Putsch in der Türkei: Mehr als 1000 Festnahmen. (Video: Tamedia/AP)

Grosser Schlag gegen mutmassliche Gülen-Anhänger in der Türkei: Bei landesweiten Razzien wurden mehr als 1000 mutmassliche Anhänger der Gülen-Bewegung festgenommen.

Razzien in vielen Landesteilen: Polizisten eskortieren festgenommene Personen in der türkischen Stadt Kayseri. (26. April 2017)
Razzien in vielen Landesteilen: Polizisten eskortieren festgenommene Personen in der türkischen Stadt Kayseri. (26. April 2017)
Olay Duzgun/AP, Keystone
Die Mutter eines Häftlings wartet ausserhalb eines Hochsicherheitstrakts des Gefängnisses in Silivri... (17. August 2016)
Die Mutter eines Häftlings wartet ausserhalb eines Hochsicherheitstrakts des Gefängnisses in Silivri... (17. August 2016)
Thanassis Stavrakis (AP)
Silivri, 70 Kilometer westlich von Istanbul, hier in einer Luftaufnahme, ist das grösste Gefängnis der Türkei.
Silivri, 70 Kilometer westlich von Istanbul, hier in einer Luftaufnahme, ist das grösste Gefängnis der Türkei.
Thanassis Stavrakis (AP)
1 / 7

Die Festnahmen seien in 72 der insgesamt 81 türkischen Provinzen erfolgt, zitierte die Nachrichtenagentur Anadolu Innenminister Süleyman Soylu am Mittwoch. Soylu sprach von 1009 Festnahmen.

Verhaftete nach Ankara überstellt

Die meisten der Festgesetzten stammten aus dem Polizeiapparat, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider meldete. Den Festgenommenen würden Verbindungen zu dem Prediger Fethullah Gülen vorgeworfen, den die Türkei als Drahtzieher des Putschversuchs im Juli 2016 bezeichnet. Die Festgenommenen sollten nun in die Hauptstadt Ankara gebracht werden.

Die Regierung in Ankara stuft die Bewegung von Gülen, einem einstigen Weggefährten und heutigen Erzfeind Erdogans, als terroristisch ein. Seit dem Putschversuch im vergangenen Juli wurden in der Türkei zehntausende mutmassliche Gülen-Anhänger inhaftiert oder aus dem Staatsdienst entlassen. Gülen, der im Exil in den USA lebt, bestreitet jegliche Verwicklung in den Putschversuch.

Kritiker sehen Demokratie in Gefahr

Vor knapp zwei Wochen hatte Präsident Recep Tayyip Erdogan das umstrittene Referendum über die geplante Verfassungsreform knapp gewonnen. Dadurch würde Erdogan deutlich mehr Befugnisse bekommen. Kritiker sehen hingegen Demokratie, Pressefreiheit und Menschenrechte in Gefahr.

SDA/chi

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch