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Thailand vor einem Grossstreik

Die grösste Gewerkschaft Thailands kündigte für Mittwoch eine grosse Streikaktion an. Staatsbediensteten und Behörden soll Wasser und Strom abgestellt werden.

Die Proteste gehen weiter: Die Demonstranten werfen Premier Samak Sundaravej Korruption vor und fordern seinen Rücktritt.
Die Proteste gehen weiter: Die Demonstranten werfen Premier Samak Sundaravej Korruption vor und fordern seinen Rücktritt.
Keystone

Am frühen Morgen explodierte eine Bombe in einem Wachhäuschen der Polizei. Verletzt wurde niemand. Aus Regierungskreisen verlautete, hinter dem Anschlag stehe die PAD. Auch die Polizei machte die Opposition verantwortlich. «Wir haben erwartet, dass so etwas passiert», sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Ein POD-Vertreter wies die Vorwürfe zurück. «Das würde Demonstranten nur vertreiben, nicht mehr Leute zu einer Teilnahme locken», sagte er.

Bahn wird weiter bestreikt

Demonstranten der Oppositionspartei PAD hielten den siebten Tag in Folge das Büro von Ministerpräsident Samak Sundaravej besetzt. Dieser lehnt weiterhin alle Rücktrittsforderungen ab. Bahnarbeiter setzten unterdessen ihren am Donnerstag begonnenen Streik fort. Am Freitag war es zu Strassenschlachten gekommen.

Die Opposition wirft Sundaravej vor, eine Marionette des vom Militär gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra zu sein, der sich im Exil befindet. Bei einer Rückkehr nach Thailand müsste sich der Politiker, der das Land während seiner Amtszeit zutiefst gespalten hatte, wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht verantworten. Seine Anhänger hatten die jüngsten Parlamentswahlen gewonnen und stellen derzeit die Regierung.

SDA/cpm

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