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Taiwan und China – eine Beziehung auf dem Prüfstand

Nach der überraschenden Schlappe seiner Partei bei den Kommunalwahlen ist Taiwans Regierungschef zurückgetreten. Das wird das Verhältnis zum grossen Nachbarn China beeinflussen.

Die letzte Verbeugung: Jiang Yi-huah, nachdem er seinen Rücktritt erklärt hat. (29. November 2014)
Die letzte Verbeugung: Jiang Yi-huah, nachdem er seinen Rücktritt erklärt hat. (29. November 2014)
Keystone

In Taiwan hat die regierende Kuomintang KMT bei den Kommunalwahlen am Wochenende eine bittere Niederlage einstecken müssen. Premierminister Jiang Yi-huah erklärte wegen des schlechten Abschneidens seiner Partei noch am Wahlabend seinen Rücktritt. Die KMT verlor den Bürgermeisterposten in der Hauptstadt Taipeh und schnitt auch im Rest des Landes noch weit schlechter ab als im Vorfeld erwartet. Grosser Sieger war die oppositionelle Demokratisch Progressive Partei DPP, die für mehr Abstand zwischen Taiwan und China kämpft. Die Bedeutung dieser Wahlen, zu denen 18,5 Millionen der 23 Millionen Taiwaner aufgerufen waren, geht weit über die Kommunen hinaus. Sie gelten als wichtiges Signal für die Präsidentschaftswahlen 2016. Beobachter werten sie als Abstimmung über den zunehmend umstrittenen Präsidenten Ma Ying-jeou und dessen Politik der Annäherung an China.

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