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Taiwan plant Rüstungsgeschäft mit den USA

Ungeachtet der verbesserten Beziehungen zu China plant Taiwan einem Medienbericht zufolge den Kauf von Torpedos und Kampfpanzern aus den USA.

Taiwan setzt die verbesserten Beziehungen zu China aufs Spiel: Torpedo der neusten Generation.
Taiwan setzt die verbesserten Beziehungen zu China aufs Spiel: Torpedo der neusten Generation.

Präsident Ma Ying-jeou habe das Verteidigungsministerium angewiesen, eine Bestellliste zu erstellen, die auch Torpedos vom Typ MK-54, dutzende M1A2-Panzer und amphibische Landungsfahrzeuge enthalten solle, berichtete die Tageszeitung «Liberty Times» am Montag. Dem Ministerium zufolge ist die Liste noch nicht fertiggestellt.

Die Beziehungen zwischen China und Taiwan haben sich seit dem Wahlsieg des chinafreundlichen Staatschefs Ma 2008 deutlich verbessert. Die Regierung will die Handelsbeziehungen zu China stärken und mehr chinesische Touristen einreisen lassen. Peking schliesst aber nach wie vor ein militärisches Vorgehen nicht aus, sollte sich Taiwan formell unabhängig erklären. China betrachtet die dem Festland vorgelagerte Insel seit der Revolution von 1949 als abtrünnige Provinz und strebt eine Wiedervereinigung zu seinen Bedingungen an.

Ende Januar hatte ein geplantes US-Rüstungsgeschäft mit Taiwan das Verhältnis zwischen den USA und China erheblich belastet. Peking setzte die militärische Zusammenarbeit mit Washington aus und kündigte Sanktionen gegen die an dem Geschäft beteiligten US-Firmen an.

AFP/mt

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