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Südkoreas Präsidentin Park bietet Parlament Machtverzicht an

Der Druck auf die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye wächst: Nun hat die Präsidentin den Weg für ihre Amtsenthebung freigemacht.

Offeriert «eine Kürzung meiner Amtszeit»: Die Ansprache der Präsidentin wird an einem Bahnhof von Passanten verfolgt. (29. Novemeber 2016)
Offeriert «eine Kürzung meiner Amtszeit»: Die Ansprache der Präsidentin wird an einem Bahnhof von Passanten verfolgt. (29. Novemeber 2016)
Jung Yeon-Je, AFP

Die wegen einer Korruptionsaffäre unter hohem Druck stehende südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye ist zum Rücktritt bereit und will das Parlament über ihr Schicksal entscheiden lassen. «Ich überlasse die Frage meines Abgangs, die (mögliche) Verkürzung meiner Amtszeit eingeschlossen, einer Entscheidung der Nationalversammlung», sagte Park am Dienstag in einer live im Fernsehen übertragenen Ansprache.

«Sobald die Abgeordneten Massnahmen für eine Machtübergabe vorlegen, die die Gefahr eines Machtvakuums und ein Regierungschaos möglichst klein halten, werde ich zurücktreten», sagte Park weiter. Beobachter werteten die Erklärung als Versuch, einem entwürdigenden Amtsenthebungsverfahren zu entgehen.

Neun von zehn Südkoreanern wollen Rücktritt

Im Zentrum der Affäre steht die langjährige Präsidentenfreundin Choi Soon Sil, die ihre Beziehungen zu Park genutzt haben soll, um Millionenspenden für Stiftungen einzutreiben und sich dabei persönlich zu bereichern. Die 60-jährige Choi sitzt inzwischen wegen des Verdachts auf Betrug und Machtmissbrauch in Haft.

Einer aktuellen Umfrage zufolge fordern neun von zehn Südkoreanern Parks Rücktritt. Erst am Samstag hatten erneut hunderttausende Menschen gegen die Präsidentin demonstriert.

SDA/mch

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